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Mirrors

USA, Rumänien, 2008
Mysterythriller, 111 Minuten



Kino-Start:
30.10.2008

Regie:
Alexandre Aja

Darsteller:
Kiefer Sutherland (Ben Carson), Paula Patton (Amy Carson), Cameron Boyce (Michael Carson), Erica Gluck (Daisy Carson), Amy Smart (Angela Carson), Mary Beth Peil (Anna Esseker), John Shrapnel (Lorenzo Sapelli), Jason Flemyng (Larry Byrne), Tim Ahern (Dr. Morris), Julian Glover (Robert Esseker), Josh Cole (Gary Lewis)
Mirrors
Plakat
Spiegel stellen seit ihrer Erfindung ein oft verwendetes Mittel in mystischen Erzählungen dar. Schon die Kleinsten kennen das "Spieglein an der Wand" aus "Schneewittchen". In seinem Thriller "Mirrors" stellt der französische Drehbuchautor und Regisseur Alexandre Aja, der schon mit "High Tension" (2003) und "The Hills Have Eyes" (2006) erfolgreiche Horrorfilme präsentiert hatte, Spiegel in den Mittelpunkt der Geschichte.

Die besten Zeiten von Ben Carson (Kiefer Sutherland) liegen hinter ihm. Früher war er einmal als Cop beim New York Police Department im Einsatz. Doch ein trauriger Vorfall hatte ihn den Job gekostet: Durch seine Schuld ist sein Partner ums Leben gekommen, seither versucht er die Erinnerung mit Trinken und Tabletten zu verdrängen.

Auch seine Ehe hat seit dem Vorfall gelitten, denn seine Frau, obwohl sie ihn immer noch liebt, kann seine wechselnden Launen nicht ertragen: Ben lebt von Amy (Paula Patton) getrennt und ist bei seiner Schwester Angela (Amy Smart) untergekommen, seine Kinder Daisy (Erica Gluck) und Michael (Cameron Boyce) sieht er nur noch selten.

Carson hat eine neue Arbeit im Mayflower Building gefunden. Dort war eine Luxus-Shopping-Mall untergebracht, doch seit einem Brand, bei dem 29 Menschen den Tod fanden, steht das rußgeschwärzte Gebäude leer. Als Nachtwächter dreht Ben nun dort seine Runden. Doch während der einsamen Schichten durch die leeren Flure und Hallen erlebt er beunruhigende Dinge:

In den großflächigen Spiegeln, mit denen viele Wände des düsteren Gebäudes verkleidet sind, sieht er menschliche Gestalten, die zu brennen scheinen, und er hört Hilferufe. Ben zweifelt zunächst an seinen Sinnen und führt diese Eindrücke auf Hirngespinste in der unheimlichen Umgebung zurück.

Doch die gespenstischen Bilder haben durchaus ihren Einfluss auf die Realität: Bens Sohn Michael wird im Traum von einer schreienden Frau aufgesucht, und Ben erhält per Post ein mysteriöses Paket. Es stammt von einem gewissen Gary Lewis (Josh Cole) und enthält Zeitungsberichte über die damaligen Brandkatastrophe im Mayflower Building.

Während Ben den Tod seines Vorgängers untersucht, erhält seine Schwester unheimlichen Besuch: in ihren Badezimmerspiegel macht sich ihr Spiegelbild selbständig. Angela findet einen gewaltsamen Tod, doch die ermittelnden Beamten unter der Leitung von Larry Byrne (Jason Flemyng) stehen vor einem Rätsel: Es fehlt jeglicher Hinweis auf einen Mord.

Allmählich dämmert Ben, dass die Spiegel ein Eigenleben entwickelt haben. Sie sind das Fenster auf die schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit, und sie sind zugleich ein Werkzeug der Opfer. Während seine eigene Familie zunehmend bedroht wird, versucht Ben die Dämonen aus der Vergangenheit zu besiegen. Er findet die Schlüsselfigur Anna Esseker (Mary Beth Peil) die seinerzeit als Zwölfjährige einem Massaker in einer Irrenanstalt neben dem Mayflower Building entging...

Film-Inhalt  

Kiefer Sutherland spielt den Wachmann Ben Carson
Kiefer Sutherland spielt den Wachmann Ben Carson

  Hintergrund

Michael (Cameron Boyce) ist vom Spiegel fasziniert
Michael (Cameron Boyce) ist vom Spiegel fasziniert

Vorlage von "Mirrors" war der koreanische Horrorstreifen "Into the Mirror" von Kim Sung-ho. Alexandre Aja war von der Vorstellung begeistert, sich mit übernatürlichen Phänomenen auseinanderzusetzen. Die Story entwickelte er zusammen mit Grégory Levasseur, der auch schon Co-Autor bei "High Tension" und "The Hills Have Eyes" war.

Während die meisten Außenaufnahmen in New York entstanden, wurde ansonsten größtenteils in Bukarest gedreht, in den unfertigen, eindrucksvollen Gebäuden für die Akademie der Wissenschaften, deren Baustelle nach dem Tod des Diktators Nikolae Ceausescu 1989 verwaist war. Szenenbildner Joseph Nemec, ebenfalls an "The Hills Have Eyes" beteiligt, musste fast zweitausend Quadratmeter in das Innere eines verkohlten Luxushaufhauses verwandeln. Die Brandschäden wurden mit Hilfe von Flammenwerfern erzeugt.

Dabei hat das Filmteam bewusst versucht, die Atmosphäre gleich am Set zu erzeugen, statt sie später am Computer künstlich einzubauen. Kameramann Maxime Alexandre hatte vorher noch nie in einer solch großen Location gedreht, doch auch für die Schauspieler war das wochenlange Waten durch Wasserlachen und Balancieren zwischen Scherben eine große Anstrengung.

Ich dachte, es wäre interessant, etwas zu behandeln, das in unserem Alltag selbstverständlich ist, und das sich dann gegen uns wendet. So wie zu sehen, was passiert, wenn Spiegel auf einmal etwas anderes widerspiegeln, was ist wenn, sie uns etwas zeigen, das wir nicht erwartet haben? Von diesem Punkt ausgehend, erkundete ich die Geschichte des Spiegel in der Menschheit. Und da wurde mir bewusst, dass in vielen Kulturen und vielen Jahrhunderten Spiegel für den Menschen mehr waren als bloß Glas und Silber. Sie waren etwas, um Hexenkunst anzuwenden, sie wurden für Religion gebraucht, sie waren Fenster und Tore zu einer anderen Seite. Ich denke wir haben alle ganz unterschiedliche Beziehungen zu Spiegeln. Weil niemand die selbe Art hat, sich selbst zu sehen. Einige Leute sind besessen von ihrem Spiegelbild, manche lehnen es ab, sich im Spiegel zu betrachten, andere wiederum können sich selbst vor dem Spiegel gar nicht ertragen. und dieser Subkontext war der Anlass, Mirrors zu drehen.

Man muss Charaktere kreiren, denen man glaubt. Sie müssen so glaubhaft sein, dass sich der Zuschauer um sie sorgt. Wenn man sich nicht um sie sorgt, dann kann man auch nicht um sie beängstigt sein. Für die Hauptrolle von Mirrors wollte ich also einen Schauspieler, der all die verschiedenen Gefühle ausdrücken kann, die Ben Carson, der Protagonist der Geschichte, während der Handlung durchlebt. Und das war nicht einfach, weil dieser Kerl hat zu Beginn alles verloren, und er versucht gerade, sein Leben neu zu ordnen. Er fängt einen neuen Job in der Nacht an.

Und nun fängt er an, Dinge in den Spiegeln zu sehen, die zu ihm sprechen. Also fragt er sich, wird er verrückt, verliert er den Verstand? Kiefer Sutherland konnte wirklich einen Kontakt zur Story herstellen. Er liebt dieses Genre und hat ja schon in früheren Filmen gezeigt, was er diesbezüglich drauf hat. Was ich später erfahren habe ist, dass Kiefer großes Unbehaben mit Spiegeln hatte, bevor er den Film machte. Er hat ein eigentümliches Verhältnis zu Spiegeln, zu seinem eigenen Bild. Es fällt ihm schwer, sich selbst anzusehen. So waren einige Szenen in "Mirrors" wirklich schwer für ihn, weil er Stunden vor Spiegeln verbringen musste, und das war für ihn tatsächlich eine Tortur.

Alexandre Aja zum Film  

Ben mit Ehefrau Amy (Paula Patton)
Ben mit Ehefrau Amy (Paula Patton)

Kiefer Sutherland zu seiner Rolle  

Auf Wachrunde im Mayflower Building
Auf Wachrunde im Mayflower Building

Es ist dieses Genre, das mich immer sehr fasziniert hat. Wenige gruselige Filme sind handwerklich wirklich gut gemacht. Und der Gedanke, Teil eines solchen zu sein, hat mich interessiert. Ich war mir sehr bewusst über alle Dinge im Film, die furchterregend waren. Doch was mich wirklich überraschte, war die Dramatik des Films. Die Handlung zeigt, wie verzweifelt eine Familie versucht, wieder zueinander zu finden.

Du fängst diese Figur zu Beginn des Films ein, er ist ganz am Boden. Du siehst, wie er versucht, sein Leben wieder aufzubauen, und er nimmt eine Arbeit als Wachmann für das Mayflower Department Store an, eine Kette ähnlich wie "Macy's". Deren Filiale in New York hatte ein schreckliches Feuer, und bis zum Ende der Untersuchungen ist er Nachts für die Sicherheit zuständig. Von dem Moment an spielen sich Dinge in dem Geschäft ab, die er nicht erklären kann.

So sehr wir uns mit Spiegeln beschäftigen, findet meine Figur an einem bestimmten Punkt heraus, dass es nichts mit Spiegeln zu tun hat. Es hat mit den Reflektionen zu tun, mit der Fähigkeit, sich selbst zu betrachten. Das kann genauso gut vom Wasser kommen, von den Reflektionen eines Fensters. Ich meine, wenn man die Straße entlang geht, versuch es einmal! Gehe zwei Blocks und versuche, Dich nicht selbst zu sehen! Das ist unmöglich. Und das erzeugt ein Gefühl von Paranoia in dieser Figur.

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Auch Amy gerät allmählich in Gefahr
Auch Amy gerät allmählich in Gefahr

  Stab und Besetzung

Ben mit Schwester Angela (Amy Smart)
Ben mit Schwester Angela (Amy Smart)
Regie:
Alexandre Aja

Buch:
Alexandre Aja, Grégory Levasseur, Sung-ho Kim

Kamera:
Maxime Alexandre

Schnitt:
Baxter

Produktion:
Alexandre Aja, Grégory Levasseur, Alexandra Milchan, Marc Sternberg, Moritz von der Groeben

Musik:
Javier Navarrete

Kostueme:
Ellen Mirojnick, Michael Dennison

Maske:
Gregory Nicotero, Howard Berger

Darsteller:
Kiefer Sutherland, Paula Patton, Cameron Boyce, Erica Gluck, Amy Smart, Mary Beth Peil, John Shrapnel, Jason Flemyng, Tim Ahern, Julian Glover, Josh Cole, Ezra Buzzington, Aida Doina, Ioana Abur, Darren Kent, Roz McCutcheon, Adina Rapiteanu, William Meredith, Bart Sidles, Cai Man, Jingdong Qin, Anca Damacus, Tudor Stroescu, Liliana Donici, Aurelia Radulescu, George Dumitrescu, Irina Saulescu, Valeriu Pavel

Zeitgleich mit dem Film "Mirrors" in der Regie von Alexandre Aja liefen am 30.10.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Willkommen bei den Sch´tis
Komödie, Frankreich, 2008


Mein Freund aus Faro
Drama, Deutschland, 2008


Let´s Make Money
Dokumentation, Österreich, 2008


Dalai Lama Renaissance
Dokumentation, Indien, USA, 2000


Botero - Geboren in Medellin
Dokumentation, Deutschland, Kolumbien, Frankreich, Italien, Spanien, 2008

Ebenfalls im Kino  



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