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Lars und die Frauen

Kanada, USA, 2007
Komödie, 106 Minuten, FSK: 12

Originaltitel:
Lars and the Real Girl

Kino-Start:
13.03.2008

Regie:
Craig Gillespie

Darsteller:
Ryan Gosling (Lars Lindstrom), Emily Mortimer (Karin Lindstrom), Paul Schneider (Gus Lindstrom), Kelli Garner (Margo), Patricia Clarkson (Dr. Dagmar Berman), Nancy Beatty (Mrs. Gruner)
Lars und die Frauen
Plakat
Für den Oscar war 2008 ein Drehbuch nominiert, das seinem Helden eine ungewöhnliche Protagonistin zur Seite stellt. In ihrem Kinodebüt "Lars und die Frauen" zeigen Autorin Nancy Oliver und Regisseur Craig Gillespie, dass eine Sexpuppe nicht nur für "das Eine" da sein kann...

Lars Lindstrom (Ryan Gosling) einen schüchternen Stubenhocker zu nennen, wäre geschmeichelt. Tatsächlich scheut der junge Mann, der in der Garage des früheren Elternhauses haust, jeglichen menschlichen Kontakt. Mit den Kollegen im Büro wechselt er nur wenige Worte, und den Annäherungsversuchen von Kollegin Margo weicht er hartnäckig aus.

Selbst seinen älteren Bruder Gus (Paul Schneider) und dessen schwangere Frau Karin (Emily Mortimer) besucht er nicht - obwohl die gleich nebenan im Haus wohnen. Lediglich beim sonntäglichen Gottesdienst bekommen ihn die anderen Gemeindemitglieder zu sehen, am liebsten hält sich Lars jedenfalls in den eigenen kargen vier Wänden auf.

Da kommt ihm das Internet sehr entgegen, denn hier lernt er seine neue Freundin kennen. Eines Tages steht ein Lieferwagen von UPS vor der Tür, und seine Internetbekanntschaft zieht bei ihm ein. Bianca, eine lebensgroße Sexpuppe aus dem Online-Shop. Ein "Real Girl", gestaltet nach Larsens eigenen Vorlieben.

Gus und Karin hatte Lars seine neue Freundin als Missionarin beschrieben, und sie sagten ihm zu, dass sie bei ihnen im Haus wohnen könne. Nun sind sie entsetzt, als sie feststellen müssen, wer Bianca tatsächlich ist. Gus erklärt seinen Bruder kategorisch für verrückt, während er bei Karin auf mitleidiges Erbarmen stößt.

Da Bianca in Lars´ Vorstellung aus Brasilien kommt, schlägt seine Schwägerin vor, sie wegen des Klimawechsels von der Ärztin Dr. Dagmar Berman (Patricia Clarkson) untersuchen zu lassen. Tatsächlis ist diese zugleich Psychologin und analysiert bei der Gelegenheit gleich den eigentlichen Patienten.

Ihre Diagnose: Lars leidet unter der Wahnvorstellung, dass Bianca echt ist. Ihre Therapie: Alle anderen müssen gute Mine zum absurden Spiel machen. Das betrifft nicht nur seine eigenen Angehörigen, auch die übrigen Bewohner des Städtchens werden in die Behandlung einbezogen und nehmen den Gast aus Plastik in ihren Alltag auf.

Auf wundersame Weise spielt Bianca bald eine unerwartet wichtige Rolle, unterhält die Kleinen im Kindergarten, steht Modell in einem Bekleidungsgeschäft und wird gar zu einer Gefährtin für Karin, da sie ohne Widerworte zuhören kann. So entwickelt sich die Sexpuppe bald zum Star des Ortes, und mit ihr wächst auch die Beliebtheit von Lars...

Film-Inhalt  

Lars Lindstrom (Ryan Gosling) ist Einzelgänger
Lars Lindstrom (Ryan Gosling) ist Einzelgänger

  Hintergrund

Gus (Paul Schneider) und Karin (Emily Mortimer) begleiten Lars und Bianca
Gus (Paul Schneider) und Karin (Emily Mortimer) begleiten Lars und Bianca

Die Drehbuchautorin Nancy Oliver war bei Recherchen im Internet auf die Idee zu "Lars und die Frauen" gestoßen. Dort bietet die Firma RealDoll Sexpuppen feil, die wenig mit ihren aufblasbaren Vorgängerinnen gemein haben. Mit ursprünglich für die Filmindustrie entwickelter Hightech werden nach den Vorgaben der Kunden anatomisch korrekt geformte, immer willige Liebesdienerinnen beworben, die nach Werbeaussage des Herstellers eine "stressfreie Partnerschaft verschaffen".

"Diese Puppen waren so bizarr, dass ich sie einfach nicht mehr vergessen konnte", meint Nancy Oliver. Ihre Agentur schickte das Skript dem Produzenten John Cameron, der sie bis dahin noch nicht kannte. Bis dato hatte sie einige Folgen der Dramedy "Six Feet Under" geschrieben - "Lars and the Real Girl" ist ihr erstes Drehbuch für einen Spielfilm.

Doch auch Regisseur Craig Gillespie betrat Neuland. Cameron, der sofort begeistert von dem Stoff war, erinnerte sich daran, dass Gillespie kurz zuvor mit einem Preis der DGA als bester Werbefilmer ausgezeichnet wurde, und entschied sich, ihm die Inszenierung der ungewöhnlichen Geschichte anzuvertrauen.

Eigentlich waren die Vorarbeiten zu "Lars und die Frauen" im Sommer 2006 abgeschlossen, doch aus dramaturgischen Gründen begann der Drehstart erst im November. Die Handlung sollte im Winter stattfinden, um mit Schnee, Kälte und dem diffusen Licht die innere Isolation des Protagonisten zu symbolisieren.

Auch die Wahl des Drehortes spielte dafür eine entscheidende Rolle. Zwar ist die Handlung im Mittleren Westen der USA angelegt, doch das Team entschied sich für Ontario im nördlichen Nachbarland Kanada. Toronto hatte den Vorteil, dass dort eine hohe Schneesicherheit herrscht, andererseits aber auch eine gute Infrastruktur für das Filmgeschäft vorhanden ist.

Östlich dieses Stützpunktes der Filmcrew fanden die Drehort-Agenten in Whitevale die Kleinstadt, in der das Haus der Lindstroms steht. Weil der Bau eines Flughafens abgesagt wurden, waren die meisten Bürger weggezogen, und so wirkt der Ort wie eine Geisterstadt. Das hat Vor- und Nachteile. So kann das Team schalten und walten, ohne dass störende Menschen durchs Bild laufen.

Andererseits mussten Statisten von weiter weg hierher geschafft werden. Und ein weiteres Problem trat auf: Um sich ganz in seine Rolle hineinzuversetzen, hatte Hauptdarsteller in der Garagen-Wohnung übernachtet. Doch in der Einsamkeit bekam er Angst: "Eines Morgens wachte ich auf und stellte fest, dass sich zwei Stimmen in meinem Kopf miteinander unterhielten", erinnert sich Ryan Gosling. "Ich machte mir fast in die Hosen, bis ich feststellte, dass die Stimmen zwei Technikern gehörten, die sich vor dem Haus miteinander unterhielten..."

Vom Set  

Auch im Gottesdienst kann Lars nicht von seiner Freundin lassen
Auch im Gottesdienst kann Lars nicht von seiner Freundin lassen

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Trautes Heim - Glück zu viert
Trautes Heim - Glück zu viert

  Stab und Besetzung

Bianca sorgt für neue Kontakte
Bianca sorgt für neue Kontakte
Regie:
Craig Gillespie

Buch:
Nancy Oliver

Kamera:
Adam Kimmel

Schnitt:
Tatiana S. Riegel

Produktion:
John Cameron, Sarah Aubrey, Sidney Kimmel

Musik:
David Torn

Kostueme:
Kirston Mann

Maske:
Ann Brodie

Darsteller:
Ryan Gosling, Emily Mortimer, Paul Schneider, Kelli Garner, Patricia Clarkson, Nancy Beatty, R.D. Reid, Joe Bostick, Liz Gordon, Nicky Guadagni, Doug Lennox, Karen Robinson, Maxwell McCabe-Lokos, Billy Parrott, Sally Cahill, Angela Vint, Liisa Repo-Martell, Darren Hynes, Víctor Gómez, Tommy Chang, Arnold Pinnock, Joshua Peace, Aurora Browne, Alec McClure, Tannis Burnett, Lauren Ash, Lindsey Connell, Aaron Ferguson, Danna Howe, Annabelle Torsein, Tim Blake, Torquil Colbo

Zeitgleich mit dem Film "Lars und die Frauen" in der Regie von Craig Gillespie liefen am 13.03.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Walk Hard: The Dewey Cox Story
Musik-Komödie, USA, 2007


Recep Ivedik - Recep Beeildich!
Komödie, Türkei, 2008


Love and other Disasters
Romantik-Komödie, England, Frankreich, 2006


Johan - Eine Liebe in Paris im Sommer 1975
Gay-Drama, Frankreich, 1976


Jellyfish - Vom Meer getragen
Drama, Frankreich, Israel, 2007


Horton hört ein Hu!
Animation, USA, 2008


Die Welle
Drama, Deutschland, 2008


Bierbichler
Dokumentation, Deutschland, 2008


13 Tzameti
Thriller, Frankreich, 2005

Ebenfalls im Kino  



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