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Wir verstehen uns wunderbar

Frankreich, 2006
Komödie, 91 Minuten, FSK: 0

Originaltitel:
Désaccord parfait

Kino-Start:
03.01.2008

Regie:
Antoine de Caunes

Darsteller:
Charlotte Rampling (Alice d'Abanville), Jean Rochefort (Louis Ruinard), Isabelle Nanty (Rageaud), Ian Richardson (Lord Evelyn Gaylord), Simon Kunz (Randall), James Thiérrée (Paul Gaylord), Charles Dance (Moderator BATAR), Raymond Bouchard (Gilbert Carrington), Yves Jacques (Doktor Trudeau), Julie Du Page (Isabelle Carrington), Yvon Back (Produzent), Boy George (Schnulzensänger BATAR), Graham Valentine (Oberkellner Teesalon), Christian Erickson (Richard), Ben Homewood (Kevin), Frederik Steenbrink (Angelo), Peter Hudson (Arzt BATAR), Joe Sheridan (Versicherungsarzt), Cindy Jackson (Miranda Trudeau), David Stanley (Requisiteur), Chris Barry (Regieassistent), Preeya Kalidas (Journalist BBC), Alan Fairairn (Kommissar Priseur), Evie Garratt (Großmutter Carrington), Philip Desmeules (Barmann Poloclub), Damian McCann (Nachbar Evelyn BATAR)
Wir verstehen uns wunderbar
Plakat
Charlotte Rampling ist eine Grande Dame des englischen Films, und Jean Rochefort einer der profiliertesten Charakterdarsteller Frankreichs. Antoine de Caunes hatte die reizvolle Idee, die beiden als bilaterales Liebespaar vor der Kamera agieren zu lassen, deren erloschene Flamme nach drei Dekaden und etlichen Disputen wieder aufzulodern beginnt.

Die beste Zeit des Film-Traumpaares sind lange vorbei: Alice d’Abanville (Charlotte Rampling) als Schauspielerin und Louis Ruinard (Jean Rochefort) als Regisseur haben nicht nur mit ihren gemeinsamen Filmen Erfolge feiern können, auch als Liebespaar gaben die Prominenten ein perfektes Bild für Medien und Publikum ab.

Doch des ständigen Fremdgehens ihres Lovers war Alice irgendwann überdrüssig, und so hatte sie ihn kurzerhand abserviert. Danach war sie wieder in ihre englische Heimat zurückgekehrt, hatte den reichen Lord Evelyn Gaylord (Ian Richardson) geheiratet und ist mittlerweile die Mutter des erwachsenen Sohnes Paul (James Thiérrée).

Nun, nach über dreißig Jahren, kommt Louis zu Besuch auf die Insel, wo er den britischen Filmpreis "BATAR" für sein Lebenswerk erhalten soll, und das ausgerechnet von seiner früheren Geliebten. Im Teeraum eines Hotels trifft er sich in freudiger Erwartung mit Alice wieder. Sie, die eigentlich ihrem Untreuen Ex lieber aus dem Weg gehen wollte, wird von ihrem Mann zu dem Wiedersehen gedrängt, bei dem sie Louis jedoch mit eisiger Kühle empfängt.

Den Ehrenpreis, so räumt sie jeden Zweifel aus, werde sie ihm nur aus Gefälligkeit gegenüber ihren Kollegen überreichen, nicht jedoch aufgrund ihrer "kleinen Romanze". Auch sonst spart sie nicht mit spitzen Bemerkungen, sodass sich Louis danach bei seiner Assistentin Rageaud (Isabelle Nanty) erst einmal Luft verschafft.

Bei den folgenden Begegnungen hat er die Sprache wiedergefunden und gibt Alice kräftig Kontra. Auf der Gala erreichen die Boshaftigkeiten einen Höhepunkt. Louis, der insgeheim seiner alten Flamme imponieren will, entreißt dem Schnulzensänger (Boy George) das Mikrophon und gibt selbst einen angestaubten Schlager zum Besten.

Doch dann erleidet er einen Zusammenbruch, und der Notarzt verordnet ihm Ruhe. Zu Alices Entsetzen lädt ihr Mann Louis ein, sich in seinem Anwesen eine Weile zu erholen. Bei der Untersuchung durch den Arzt seiner Versicherung wird dem Filmemacher dann nicht nur der Genuss von Alkohol und fettem Essen, sondern auch die Einnahme von Viagra untersagt.

Diese wirft er denn auch weg, bis auf eine. Und tatsächlich scheint er damit die richtige Nase zu haben, denn je länger die Zwistigkeiten zwischen ihm und Alice andauern, desto deutlicher flackert auch ihre alte Liebe wieder auf...

Film-Inhalt  

It's Tea Time: Louis Ruinard (Jean Rochefort) und Alice d’Abanville (Charlotte Rampling)
It's Tea Time: Louis Ruinard (Jean Rochefort) und Alice d’Abanville (Charlotte Rampling)

  Hintergrund

Alice zwischen Lord Evelyn (Ian Richardson) und Paul Gaylord (James Thiérrée)
Alice zwischen Lord Evelyn (Ian Richardson) und Paul Gaylord (James Thiérrée)

Antoine de Caunes zu seinem Film:

Wie würden Sie Ihren Film in kurzen Worten vorstellen?

Es ist eine sentimentale Komödie, auf englischem Boden. Den Film in einem Satz zu beschreiben, ist immer schwierig. Es ist vielmehr die Frage des Chansonniers Trenet: 'Was bleibt von unseren Liebschaften?'. Die schönste aller Zusammenfassungen ist für Romeo und Julia: 'Sie liebten sich, ihre Eltern wollten nicht'. Über "Wir verstehen uns wunderbar" könnte es sein: 'Sie liebten sich, ihr Sohn hatte keine Ahnung'.

Der Grundton des Films ist berührend und seine Gestalt leicht. Wie haben sie die Mischung aufgebaut?

Ich verfahre immer nach dem Grundsatz, dass man ernste Themen mit Leichtigkeit angehen soll und leichte Themen mit Ernst. Die Idee dieser beiden Figuren mit einem gewaltigen Ego, die diese heftige Leidenschaft erlebt haben, die das Leben getrennt hat, und die das Leben dreißig Jahre später zufällig wiedervereinigt berührt und amüsiert mich. Der andere Punkt, und der hat mich bewegt, die Handlung in Großbritannien anzusiedeln, ist meine Verehrung für den englischen Humor. Ich finde mich in ihrem Geschmack für Understatement wieder. Niemals zeigen, was man wirklich fühlt, immer verharmlosen. Mit dem Schlimmsten konfrontiert sein und seine Gelassenheit bewahren, sich Verbrennungen dritten Grades zuziehen und bemerken, dass es warm sei. Ich verehre die Posse, doch wenn ich eine Komödie schreibe, habe ich mehr Lust, nahezulegen denn zu zeigen. Darüber hinaus gibt es beim englischen Humor etwas Absurdes, eine Kultur des Unsinns, die mich erfreut.

Wie wurde die Idee des Films geboren?

Zuallererst durch zwei Begegnungen und eine Bemerkung. Wie alle Welt kenne ich Jean Rochefort seit Jahren, und er ist jemand, für den ich Bewunderung und Verbundenheit hege. Vor einigen Jahren traf ich ihn bei den Dreharbeiten zu 'Blanche' von Bernie Bonvoisin. Er hat eine mitteilsame Phantasie an sich, ich bin sehr empfänglich für seinen Humor, seine Distanz, seine Ironie, seine Ablehnung jeglicher Ernsthaftigkeit. Er ist immer glücklich, während des Spielens ständig seinen Einfallsreichtum unter Beweis zu stellen.

Als ich einige Jahre später "Monsieur N" gedreht habe, spielte Richard E. Grant die Rolle des Hudson Lowe, und ich fand eine echte Ähnlichkeit zwischen ihm und Jean. Richard hätte als sein Sohn durchgehen können, und das machte mir Lust, beide zusammen spielen zu sehen. Ein französischer Vater, der von der Existenz seines englischen Sohnes nicht weiß. Zunächst habe ich nur auf dieser Basis geschrieben. Bald kam die Figur der nach England zurückgekehrten Mutter hinzu, die ihre Schwangerschaft verschweigt. Nach und nach, während ich die Idee ausarbeitete, wurde mir klar, dass ich eher an der Liebesgeschichte zwischen dem Vater und der Mutter interessiert war als an der Entdeckung der Vaterschaft.

Am 2. Mai 1974 in Lausanne in der Schweiz geboren, wurde James Thiérrée (mit vollem Namen James Spencer Henry Edmond Marcel Thiérrée) sein Schauspieltalent in die Wiege gelegt. Er ist einer der zahlreichen Enkel von Charlie Chaplin sowie ein Urenkel des Dramatikers Eugene O'Neill. Von Kindesbeinen an war er gewohnt, Publikum zu unterhalten: Mit seinen Eltern Victoria Chaplin und Jean-Baptiste Thiérrée bereiste er die Lande und trat in ihrem Zirkus Cirque Bonjour als Artist auf.

Zu den früh erlernten Fähigkeiten gehört das Zaubern, Geigespielen und Tanzen, später folgte Schauspielunterricht am Conservatoire National Superieur d'Art Dramatique in Paris. Dann trat er einer Schauspieltruppe bei, die international an verschiedenen gastierte. Neben seiner Schauspieltätigkeit, die beim Film 1991 begann, stehen diverse Varietéprogramme.

Antoine de Caunes hatte lange nach einem geeigneten Darsteller für Paul Gaylord gesucht. Durch Michael Laguens, für das Casting zuständig, wurde er auf James Thiérrée aufmerksam. "Ich wäge meine Worte genau, wenn ich sage: James ist einfach genial", meint der Regisseur zu seiner Wahl. "Er ist ein sehr körperlicher Schauspieler, sehr erfinderisch, sehr bizarr."

Dass seine Einschätzung realistisch ist, zeigte sich beim französischen Filmpreis César. James Thiérrée wurde zum hoffnungsvollsten Schauspieler nominiert.

Kurzinfo James Thiérrée  

Louis mit seiner Assistentin Rageaud (Isabelle Nanty)
Louis mit seiner Assistentin Rageaud (Isabelle Nanty)

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Alice hat nichts von ihrer Anmut verloren
Alice hat nichts von ihrer Anmut verloren

  Stab und Besetzung

Louis misst seine Sangeskunst mit dem Schnulzensänger (Boy George)
Louis misst seine Sangeskunst mit dem Schnulzensänger (Boy George)
Regie:
Antoine de Caunes

Buch:
Antoine de Caunes, Jeanne le Guillou

Kamera:
Pierre Aïm

Schnitt:
Joël van Effenterre

Produktion:
Marie-Castille Mention-Schaar, Pierre Kubel

Musik:
Steve Nieve

Kostueme:
Jackie Budin

Maske:
Gemma Waugh

Darsteller:
Charlotte Rampling, Jean Rochefort, Isabelle Nanty, Ian Richardson, Simon Kunz, James Thiérrée, Charles Dance, Raymond Bouchard, Yves Jacques, Julie Du Page, Yvon Back, Boy George, Graham Valentine, Christian Erickson, Ben Homewood, Frederik Steenbrink, Peter Hudson, Joe Sheridan, Cindy Jackson, David Stanley, Chris Barry, Preeya Kalidas, Alan Fairairn, Evie Garratt, Philip Desmeules, Damian McCann, Bryonie Pritchard, Graeme Du Fresne, James Gerard,

Zeitgleich mit dem Film "Wir verstehen uns wunderbar" in der Regie von Antoine de Caunes liefen am 03.01.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Kleiner Dodo
Animation, Deutschland, 2007


Ich weiß, wer mich getötet hat
Thriller, USA, 2007


Darjeeling Limited
Abenteuer-Komödie, USA, Indien, 2007


Comrades in Dreams - Leinwandfieber
Dokumentation, Deutschland, 2006


Beste Gegend
Tragikomödie, Deutschland, Österreich, Italien, 2007

Ebenfalls im Kino  



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