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Der Lange Weg ans Licht

Deutschland, 2007
Dokumentation, 100 Minuten, FSK: 0



Kino-Start:
28.02.2008

Regie:
Douglas Wolfsperger

Der Lange Weg ans Licht
TrailerPlakat
Werdendes Leben ist sicherlich ein spannendes Thema. Es ist "Der Lange Weg ans Licht", der Titel des Films von Douglas Wolfsperger, der als Drehbuchautor und Regisseur Leben, Arbeit und Umfeld einer ostdeutschen Hebamme unter die Lupe nimmt. Dabei will er den Zuschauer nicht nur informieren, sondern auch amüsieren.

Dieser Dokumentarflim begleitet eine Frau ein Stück des Wegs, die anderen auf dem ersten Schritt ins Leben behilflich ist. Edeltraut Hertel ist Hebamme, entstammt dem sächsischen Städtchen Meerane, Nordwestlich von Chemnitz und geht ihrer Tätigkeit vom benachbarten Glauchau aus nach. Obwohl ihre Arbeit längst zur Routine geworden ist, ist für sie immer noch jede Geburt ein ergreifendes Ereignis.

Der stetige Rückgang der Geburten und die Abwanderung aus dem unterentwickelten Gebiet machen der Frau allerdings zu schaffen. Da sie hier in Deutschland nicht mehr ausgelastet ist, übt sie ihren Beruf zeitweise auch in Afrika aus. In einem provisorischen Krankenhaus, wo es bei den Frauen verpönt ist, die Schmerzen der Geburt durch Schreie zu äußern.

Douglas Wolfsperger lässt einige Menschen zu Wort kommen, die mit Schwangerschaft und Geburt zu tun haben. Ein Photograph, der bleibende Erinnerungen der werdenden Eltern gestaltet, Ärzte in einer Klinik, die Wert darauf legen, ein Vertrauensverhältnis zur Hebamme aufzubauen, deren Anwesenheit in Deutschland bei jeder Geburt Pflicht ist.

Obwohl die Schwangerschaft natürlich eine ernste Sache ist, legt Hertel ihren Klienten auch einen spielerischen Umgang mit dem Thema nahe. So werden bei der Rückengymnastik die Bäuche bunt bemalt, mit denen sie dann auf den Gymnastikbällen wippen.

Ein Uhrmacher, der selbst nicht bei einer Entbindung anwesend sein möchte, äußert seine Meinung zur demographischen Entwicklung: Er befürchtet ein Aussterben der Deutschen. Und zwei junge Männer mit Tattoos, die in der Klinik darauf warten, dass ihre Kinder zur Welt kommen, haben einen Rat: Hört Rock'n'Roll und macht Kinder!

Film-Inhalt  

Edeltraut Hertel bei ihrer Arbeit
Edeltraut Hertel bei ihrer Arbeit

  Hintergrund

Das Licht der Welt
Das Licht der Welt

Douglas Wolfsperger, am 25. Dezember 1958 in Zürich als deutscher Staatsbürger geboren, hatte als Regiepraktikant beim damaligen SWF in Baden-Baden angefangen. Seinen ersten Spielfilm, "Lebe kreuz und sterbe quer", drehte er 1985. Mit "Bellaria - So lange wir leben", einer Hommage an das kleine Lichtspielhaus, erntete er 2002 viel Lob, unter anderem den Bayerischen Filmpreis.

Anstoß zu "Der Lange Weg ans Licht" gab die Geburt seiner zweiten Tochter. Dabei hatte er natürlich aus selbst einigen Kontakt zu Hebammen. "Ich bewundere die Arbeit dieser energiegeladenen Frauen sehr", gibt Wolfsperger unumwunden zu. Bei einer Rundreise durch Ostdeutschland verschlug es ihn nach Meerane. Im Internet recherchierte er über Edeltraut Hertel und erfuhr, dass sie auch Vorträge hält.

Zudem reizte den Filmemacher ihre Vita. Sie wurde in der DDR geboren und konnte, da sie sich nicht dem System anpasste, ihren Traumberuf nicht erlernen: Eigenlich wollte Edeltraut Ärztin werden, lernte dann Krankenschwestern und kam so zum Beruf der Hebamme. "Wie haben uns sofort sehr gut verstanden", erinnert sich der Regisseur. "Mein filmisches Rezept ist es, an einem Menschen nah dranzubleiben, und über eine Person das Umfeld zu beschreiben."

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Die Hebamme im Einsatz
Die Hebamme im Einsatz

  Stab und Besetzung

Lustige Rückengymnastik für Schwangere
Lustige Rückengymnastik für Schwangere
"Der Lange Weg ans Licht" im Internet:

Offizielle Homepage

Die Praxis der Protagonistin

Regie:
Douglas Wolfsperger

Buch:
Douglas Wolfsperger

Kamera:
Ute Freund, Igor Luther

Schnitt:
Jean-Marc Lesguillons

Produktion:
Douglas Wolfsperger

Musik:
Gerd Baumann

Darsteller:
Edeltraut Hertel

Zeitgleich mit dem Film "Der Lange Weg ans Licht" in der Regie von Douglas Wolfsperger liefen am 28.02.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Trip to Asia: The Quest for Harmony
Dokumentation, Deutschland, 2007


Ossi´s Eleven
Komödie, Deutschland, 2008


No Country for Old Men
Thriller, USA, 2007


Mirikitanis Katzen
Dokumentation, USA, 2006


Michael Clayton
Drama, USA, 2007


Meine Frau, die Spartaner und ich
Komödie, USA, 2007


I´m not there
Musik-Drama, USA, 2007


8 Blickwinkel
Drama, USA, 2008

Ebenfalls im Kino  



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