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Urmel voll in Fahrt

Deutschland, 2008
Animation, 84 Minuten



Kino-Start:
01.05.2008

Regie:
Reinhard Klooss, Holger Tappe

Urmel voll in Fahrt
TrailerPlakat
Nachdem eine der beliebtesten Kinderbuchfiguren in Deutschland 2006 seine Kinopremiere gefeiert hatte, kommt mit "Urmel voll in Fahrt" die Fortsetzung auf die Leinwand. Auch diesmal war wieder Max Kruse, der Schöpfer des knuddeligen Dinobabys, beratend tätig. Als Sprecher konnten prominente Comedians wie Anke Engelke und Oliver Kalkofe gewonnen werden.

Der Tag, an dem das niedliche Urzeitmonster Urmel (Hannes Maurer) auf der Insel Titiwu aus dem Ei geschlüpft ist, jährt sich, und so will Professor Habakuk Tibatong (Wigald Boning) seinem kleinen Schützling ein besonderes Geschenk zum Geburtstag bereiten. Doch die Überraschung will nicht so recht gelingen:

Es handelt sich um Babu (Julia Ziffer), ein putziges Pandamädchen, und der erste Eindruck den sie macht, ist ein gefräßiger: Sie hat die komplette Geburtstagstorte vertilgt. Der erste Eindruck soll Urmel nicht täuschen: War er bislang der Hahn im Korb der Inselbewohner, genießt nun Babu die ganze Aufmerksamkeit.

Da kommt ihm der Besuch von Barnaby (Oliver Kalkofe) recht. Der hat gerade seinen neuen Vergnügungspark "Barnaby World" eröffnet, und seine Financiers haben ihm aufgetragen, noch eine echte Attraktion herbeizuschaffen: Vom Gerücht getrieben, auf einer gewissen Südseeinsel sei ein gewaltiger Dinosaurier aufgetaucht, ist er nach Titiwu gefahren.

Urmel ist Barnabys Versprechen, ihn als Star in seinem Rummel ganz groß herauszubringen, schnell erlegen. Weil seine Pflegemutter, die Schweinedame Wutz (Anke Engelke) ihm das jedoch verbietet, schleicht er sich heimlich auf die Yacht von Barnaby, ebenso wie Babu, und braust mit ihm davon.

Urmel ist von "Barnabys World" tief beeindruckt und freut sich schon darauf, die Besucher mit seiner Anwesenheit zu entzücken. Doch womit er nicht gerechnet hat: Miss Lee, die die Investitionen der Scheichs in den Vergnügungspark sichern soll, legt ihn in Ketten und setzt ihm Wachhund Otto (Roland Hemmo) vor die Nase.

Doch dann wird Urmel von Babu befreit, und nun wollen die beiden sich erstmal so richtig vergnügen - allerdings stets verfolgt von Otto. Sie steigen in die Achterbahn ein, ohne zu wissen, dass diese noch gar nicht zu Ende gebaut worden ist. So krachen sie in das Geisterschlos von Gespenst Eddie (Christoph Maria Herbst).

Derweil sind auch Ping, Schusch und Wawa eingetroffen, die ihnen Wutz per Floß hinterhergeschickt hatte, und die einen Umweg durch einen Wal genommen haben. Auf dessen Bitte hin wollen sie nicht nur die beiden Schützlinge zurückbringen, sondern auch noch die Tiere aus dem Delphinarium befreien...

Film-Inhalt  

Bisher war Urmel der Star auf Titiwu
Bisher war Urmel der Star auf Titiwu

  Hintergrund

Neuankömmling Babu zieht die Aufmerksamkeit auf sich
Neuankömmling Babu zieht die Aufmerksamkeit auf sich

"Back to Gaya" - das war 2004 der erste vollständig per Computer entwickelte Animationsfilm aus Deutschland. Es war auch der erste Film der Ambient Entertainment GmbH. Bei seinem zweiten Werk vertraute Produzent und Regisseur Holger Tappe auf einen bewährten Stoff: "Urmel aus dem Eis" des Kinderbuchautoren Max Kruse, das wohl mit der Augsburger Puppenkiste seine größte Berühmtheit erlangt hatte.

Hielt sich dieser Film noch weitgehend an den ersten Band aus der Urmel-Reihe, so ist die Geschichte von "Urmel voll in Fahrt" völlig eigenständig. Allerdings hielten die Autoren Reinhard Klooss, Oliver Huzly und Sven Severin während der Entwicklung des Stoffes zum Schöpfer von Urmel.

"Uns verbindet seit Jahren eine Freundschaft, über die ich ausgesprochen glücklich bin", meint Klooss. "Wir treffen uns in regelmäßigen Abständen, Max Kruse ist der ,gute Geist‘, der noch immer über Urmel wacht, niemals nachdrücklich, immer irgendwie losgelöst, unaufgeregt. Traumhaft!"

Dass bei der Entwicklung von Charakteren in einem Aminationsfilm der Zeichenbogen nur noch eine kleine Rolle spielt, dürfte wohl jeder wissen. Allerdings gelingt das im Computer noch lange nicht per Knopfdruck. Dabei sind mehrere Personen beteiligt, ein jeder Spezialist auf seinem Gebiet, die im engen Wechselspiel die Figur quasi zusammenbauen.

Für die Umsetzung war zunächst Character Designer Oliver Kurth zuständig, der sich erst einmal informieren musste, wie etwa ein Panda in der Realität ausschaut. Zusammen mit den Drehbuchautoren wurde dann abgesprochen, welche Attribute in die Figur eingehen, und welche aus der Phantasie einfließen.

So entsteht aus den Papierskizzen ein Gittermodel im Computer, das quasi als Skelett dient, auf das im nächsten Schritt die Texturen aufgetragen werden. Das war die Aufgabe von Marek Bieneda, der etwa die Augen und die Nase formte. Besonders knifflig ist das Modellieren des Pelzes. Damit war Fell-Spezialist Ruben Hohndorf beauftragt, der die Farbe, Länge und Wuchsrichtung der Haare festlegte. Analog dazu schneiderte Bernd Bohnert den menschlichen Figuren ihre Kleidung digital.

Für das Ermöglichen der eigentliche Animation, also die möglichst natürlich wirkenden Bewegungen in Gestik und Mimik, waren Jens Harter, Florian Linner und Haggi Flöser-Krey, die Mitarbeiter des Character Set-Ups zuständig. Erst nach diesen rund dreimonatigen Vorarbeiten konnten dann die sechzehn Animatoren an die Arbeit gehen, die hernach noch eineinhalb Jahre währten.

Die Animation  

Barnaby ist nicht unbedingt willkommen
Barnaby ist nicht unbedingt willkommen

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Schweinedame Wutz beim Nickerchen
Schweinedame Wutz beim Nickerchen

  Stab und Besetzung

Der Kühlschrank ist Lieblingsort von Urmel und Babu
Der Kühlschrank ist Lieblingsort von Urmel und Babu
"Urmel voll in Fahrt" im Internet:

IMDb (englisch)

Regie:
Reinhard Klooss, Holger Tappe

Buch:
Oliver Huzly, Reinhard Klooss, Sven Severin, Max Kruse

Schnitt:
Fabian Müller

Produktion:
Reinhard Klooss, Holger Tappe

Musik:
Jim Dooley

Zeitgleich mit dem Film "Urmel voll in Fahrt" in der Regie von Reinhard Klooss, Holger Tappe liefen am 01.05.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Was am Ende zählt
Drama, Deutschland, 2007


Raubritter - Die Geschichte von Ekkelins Knecht
Historiendrama, Deutschland, 2008


Memory Books
Dokumentation, Deutschland, 2008


Meine Mutter, mein Bruder und ich
Drama, Deutschland, Armenien, 2008


Iron Man
Sci-Fi-Action, USA, 2007


Glue
Drama, Argentinien, 2006


Eine Hochzeit und andere Kuriositäten
Komödie, Polen, 2004


Blind Wedding
Komödie, USA, 2008


1. Mai - Helden bei der Arbeit
Komödie, Deutschland, 2008

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