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Trip to Asia: The Quest for Harmony

Deutschland, 2007
Dokumentation, 110 Minuten



Kino-Start:
28.02.2008

Regie:
Thomas Grube

Trip to Asia: The Quest for Harmony
TrailerPlakat
Nach seiner hochgelobten Musikdoku "Rhythm Is It!" beschäftigt sich Filmemacher Thomas Grube erneut mit den Berliner Philharmonikern: Der Zuschauer verfolgt deren "Trip to Asia" - eine Tournee des international höchst angesehenen Orchesters in sechs Metropolen Asiens. Das Werk hatte Premiere auf der Berlinale 2008.

Eines der renommiertesten Orchester der Welt begibt sich auf eine wichtige Reise einmal halb um den Globus: Die Berliner Philharmoniker unter der Leitung des von den Musikern traditionell selbstgewählten Dirigenten Sir Simon Rattle, der den Klangkörper seit 1999 führt, fliegen nach Asien, um dort auf Tournee zu gehen und in sechs Millionenstädten die Besucher mit ihrer Musik zu begeistern.

Der Filmemacher Thomas Grube hatte in seinem vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm "Rhythm is it!" 2004 dieses berühmte Ensemble schon einmal zu seinem Sujet gemacht und begleitet die Künstler auf ihrer Reise des kulturellen Austausches und bei ihren Konzerten in Peking, Seoul, Shanghai, Hong Kong, Taipei und Tokio.

Während der mehrwöchigen Tour erhält der Zuschauer Einblicke in die Arbeit der Berliner Philarmoniker und erfährt einiges über die Gedanken ihrer Musiker. Diese äußern sich zu der Erwartung, sich als Künstler-Individuum in die Disziplin einer so großen Gruppe einfügen zu müssen - immerhin setzt sich dieses Orchester aus weit über hundert Streichern, Bläsern und anderen Musikern zusammen.

"Warum gibst Du Dir so viel Mühe", zitiert ein weibliches Mitglied ihren Mann, "man hört Dich gar nicht!" Auch der Druck, unter dem jeder einzelne Berliner Philharmoniker steht, wird deutlich: "Der schwächste bestimmt das Niveau." So bestimmt die Gesamtheit der Persönlichkeiten die Qualität und den Charakter des Ochesters.

Der Film zeigt die akribischen Vorbereitungen auf die Auftritte, denn naturgemäß sind die Erwartungen der Chinesen, Koreaner oder Japaner an die musikalischen Berühmtheiten aus Deutschland groß. Doch natürlich sind auch Momente der Konzerte auf Zelluloid gebannt, in denen die Truppe etwa die 3. Sinfonie von Beethoven (Eroica), das "Heldenleben" von Richard Strauss oder "Asyla" von Thomas Adès zur Aufführung bringt.

Film-Inhalt  

Lockere Stimmung bei den Proben
Lockere Stimmung bei den Proben

  Hintergrund

Das asiatische Publikum ist verzaubert
Das asiatische Publikum ist verzaubert

Die denkwürdige Asienreise der Berliner Philharmoniker fand im November 2005 statt. Das Filmteam hatte dabei doppelten Stress, denn sie mussten nicht nur den Jet-Lag verarbeiten - schließlich ist die Zeit in China der in Deutschland geltenden Zeitzone MEZ um sieben Stunden voraus. Sie mussten auch noch vor ihren Protagonisten, die selbst schon ein übervolles Pensum zu bewältigen hatten, aus den Federn und kamen erst nach ihnen ins Bett.

So bekamen sie in den ersten Tagen nur jeweils drei Stunden Schlaf. Zudem verlangt auch für erfahrene Filmleute das Leben als Gast in einer Stadt mit siebzehn Millionen Einwohnern einige Umstellung. Und auch die weiteren Städte, die das Team im Schlepptau der Berliner Philharmoniker im 3-Tage-Takt bereiste, sind mit ihren riesigen Dimensionen für Europäer ein ungewohnter Anblick.

Schließlich waren viele Musiker und Filmleute im selben Hotel untergebracht, und so musste so mancher der letzteren das Üben der Zimmernachbarn auf ihren Instrumenten mit anhören. Doch all der Stress ließ dem Regisseur noch genug Zeit, die Chinesen bei ihrem morgendlichen Tai Chi zu beobachten und auch Sehenswürdigkeiten wie die Chinesische Mauer oder die Ming-Gräber zu besichtigen.

Das Orchester "Berliner Philharmoniker" wurde im Jahr 1882 durch den Dirigenten und Komponisten Benjamin Bilse gegründet. Von Anfang an handelt es sich um ein demokratisch organisiertes Kollektiv: Sämtliche bedeutenden personellen, künstlerischen und organisatorischen Entscheidungen werden von den Mitglieder gemeinsam getroffen. Dazu gehört auch die Wahl des Chefdirigenten, der eine absolute Mehrheit benötigt, sowie neue Mitglieder, die gar nur mit einer Zweidrittel-Mehrheit aufgenommen werden.

Die Berliner Philharmoniker, die damals als GmbH geführt wurde, geriet Anfang der 1930er Jahre wegen der Weltwirtschaftskrise in finanzielle Schwierigkeiten und wurde dem Reichspropagandaminisierium unterstellt. Diese Jahre als "Reichsorchester" unter Leitung von Wilhelm Furtwängler haben den Ruf des Klangkörpers für einige Zeit ramponiert; so spielten sie regelmäßig auf Veranstaltungen der NSDAP und hatten "nichtarische" Musiker ausgeschlossen.

Seit dem Jahr 2002 stehen die Berliner Philharmoniker als Stiftung des öffentlichen Rechts unter der Trägerschaft des Landes Berlin. Sir Simon Rattle wurde im Jahr 1999 als Nachfolger von Claudio Abbado zum Chefdirigenten gewählt und hatte die Umstrukturierung im Jahr 2002 zur Bedingung für seinen Amtsantritt gemacht.

Die Berliner Philharmoniker  

Höchste Konzentration bei Michael Afkhan
Höchste Konzentration bei Michael Afkhan

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Sir Simon Rattle studiert die Partitur
Sir Simon Rattle studiert die Partitur

  Stab und Besetzung

Ahnung von Tuten und Blasen: Hornistin Sarah Willis
Ahnung von Tuten und Blasen: Hornistin Sarah Willis
"Trip to Asia: The Quest for Harmony" im Internet:

Offizielle Homepage

Homepage der Berliner Philharmoniker

Regie:
Thomas Grube

Buch:
Thomas Grube

Kamera:
Anthony Dod Mantle, René Dame, Alberto Venzago, Stefan Ciupek

Schnitt:
Martin Hoffmann

Produktion:
Thomas Grube, Uwe Dierks

Musik:
Simon Stockhausen

Darsteller:
Simon Rattle, Berliner Philharmoniker, Virginie Reibel, Micha Afhkam, Raphael Haeger, Martin Stegner, Daniel Stabrawa, Toru Yasunaga, Albrecht Mayer, Stanley Dodds, Sarah Willis, Thomas Timm, Wieland Welzel, Martin von der Nahmer, Manfred Preis, Franz Schindlbeck, Götz Teutsch, Edicson Ruiz, Aline Champion, Walter Seyfarth, Jelka Weber, Gábor Tarkövi, Wilfried Strehle, Dominik Wollenweber, Fredi Müller, Olaf Maninger, Klaus Stoll, Naoko Shimizu, Rainer Seegers, Christoph Hartmann, Maja Avramovic, Klaus Wallendorf, Henning Trog, Fergus McWilliam

Zeitgleich mit dem Film "Trip to Asia: The Quest for Harmony" in der Regie von Thomas Grube liefen am 28.02.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Ossi´s Eleven
Komödie, Deutschland, 2008


No Country for Old Men
Thriller, USA, 2007


Mirikitanis Katzen
Dokumentation, USA, 2006


Michael Clayton
Drama, USA, 2007


Meine Frau, die Spartaner und ich
Komödie, USA, 2007


I´m not there
Musik-Drama, USA, 2007


Der Lange Weg ans Licht
Dokumentation, Deutschland, 2007


8 Blickwinkel
Drama, USA, 2008

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