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Räuber Kneißl

Deutschland, Tschechien, 2008
Drama, 114 Minuten

Originaltitel:
Räuber Kneißl

Kino-Start:
21.08.2008

Regie:
Marcus H. Rosenmüller

Darsteller:
Maximilian Brückner (Mathias Kneißl), Brigitte Hobmeier (Mathilde Danner), Thomas Schmauser (Gendarm Förtsch), Maria Furtwängler (Theresia Kneißl), Christian Lerch (Anton Wörndl), Andreas Giebel (Pfarrer Endl), Michael Fitz (Vater Kneißl), Florian Brückner (Alois Kneißl), Stefanie von Poser (Katharina Kneißl), Isabella Brückner (Cilli Kneißl), Adele Neuhauser (Tante Martha), Sigi Zimmerschied (Flecklbauer), Tilo Prückner (Schreiner Christof)
Ruber Kneil
TrailerPlakat
Der vom Tegernsee stammende Regisseur Marcus H. Rosenmüller hatte schon in mehreren Werken Themen aus seiner bayrischen Heimat verfilmt. Karin Michalke, die auch schon die Drehbücher zu "Beste Zeit" und "Beste Gegend" schrieb, war auch am Skript zu "Räuber Kneißl" beteiligt, der ebenso wie sie aus der Gegend von Dachau stammte.

Bayern, gegen Ende des 19. Jahrhunderts. In einer kleinen Gemeinde im Dachauer Land, nördlich von München, lebt die Familie Kneißl in sehr bescheidenen Verhältnissen. Da die Schachermühle und ihre Wirtschaft kaum etwas hergibt, wildert Vater Mathias (Michael Fitz) mit seinen Söhnen Mathiasa junior (Maximilian Brückner) und Alois (Florian Brückner) im Wald.

Angestiftet vom Flecklbauer (Sigi Zimmerschied) brechen die Kneißl in die Kirche ein, plündern den Opferstock und rauben auch noch den Tabernakel auf. Doch am nächsten Tag stürmen Gendarmen ihr Heim und prügeln Mathias senior, der sich der Festnahme widersetzt, vor den Augen seiner Frau Theresia (Maria Furtwängler), seiner Söhne und der Töchter Katharina (Stefanie von Poser) und Cilli (Isabella Brückner), zu Tode.

Die Mutter wird ins Zuchthaus gebracht, und Tante Martha (Adele Neuhauser) soll sich um die Familie kümmern, kriegt aber die ungestümen Kneißl-Brüder nicht in den Griff. So schwänzen diese die Schule, was wiederum die Gendarmen auf den Plan ruft. Alois rastet aus und schießt zwei Polizisten an. Daraufhin werden er und Mathias junior eingesperrt.

Während Alois in der Haft stirbt, kommt Mathias nach vier Jahren als Erwachsener frei - anscheinend geläutert. Er verliebt sich in seine Cousine (Brigitte Hobmeier) und will gemeinsam mit ihr nach Amerika auswandern. Doch dazu muss er erstmal das nötige Geld verdienen, und trotz seines schlechten Leumunds kommt er beim Schreiner Christof Tilo Prückner in die Lehre.

Doch durch eine vom Gendarmen Förtsch (Thomas Schmauser) provozierte Wirtshausprügelei, der für den Tod seines Vater verantwortlich ist und von Alois angeschossen wurde, wird er von seinem Meister entlassen und steht nun wieder mittellos da. Kneißl erinnert sich an seinen alten Haftkumpanen Edi Holzleitner (Stephan Zinner), der ihn seinerzeit überreden wollte, gemeinschaftlich den Hopfenbauer zu überfallen.

Nun setzen sie den Gedanken in die Tat um, und vor Ort gelingt es ihnen, wertvolle Pfandbriefe zu erbeuten. Pech für Mathias ist nur, dass sein Komplize diesen Raubzug als Alibi angibt, um einen Mordverdacht an einer Prostituierten in München von sich abzuwenden. Von nun an ist Kneißl auf der Flucht, und sein hartnäckigster Verfolger ist Erzfeind Förtsch...

Film-Inhalt  

Die Kneißl-Brüder als Eier- und Hühnerdiebe
Die Kneißl-Brüder als Eier- und Hühnerdiebe

  Hintergrund

Schon der junge Hias (Maximilian Brückner) muss hinter Gitter
Schon der junge Hias (Maximilian Brückner) muss hinter Gitter

Die Münchner Wiedemann & Berg Filmproduktion, die später mit dem Stasidrama "Das Leben der Anderen" einen Welterfolg landen sollte, war 2002auf der Suche nach einem urbayrischen Stoff. Dabei war Quirin Berg und Max Wiedemann ihre Produktionskollegin Susanne Hildebrand behilflich. Sie stammt aus der Gegend um Dachau, der Heimat von Kneißl, wo auch eine lebhafte Legendenbildung stattgefunden hat.

Die historische Figur und ihre Taten hat auch Eingang ins Kulturgut gefunden. So gibt es Gedichte, Lieder und Theaterstücke, und bereits 1970 wurde "Mathias Kneißl" mit Hans Brenner in der Titelrolle verfilmt. Auch mehrere Bücher erzählen über die aufregende Lebensgeschichte des von vielen als Volkshelden verehrten Kneißl.

So erschien 1966 von Marlene Reidel eine mit Holzschnitten illustrierte Chronik, Manfred Böckl schrieb den Roman "Der Raubschütz von der Schachermühle", und "Das traurige und stolze Leben des Mathias Kneißl", 1957 von Wilhelm L. Kristl veröffentlicht, wurde 1980 von Oliver Herbrich verfilmt.

Am Münchner Volkstheater wurde 2004 bis 2007 ein Bühnenstück aufgeführt, in dem die Brüder Maximilian und Florian Brückner bereits die Rolle der Kneißl-Brüder Mathias und Alois innehatten. Im Film "Räuber Kneißl" werden sie von ihrer Schwester Isabella unterstützt, die die Cilli Kneißl spielt, und auch Bruder Franz Xaver Brückner hat eine kleine Rolle inne.

Bayern ist schön, seine Landschaften aber leider oft nicht mehr so urig wie in der guten alten Zeit. Die Wirtschaftsentwicklung hat auch dazu geführt, dass selbst in der ländlich geprägten Umgebung von Dachau das Landschaftsbild zu modern ist, um dort alle Szenen der historischen Geschichte drehen zu können.

Aus diesem Grund wurden die meisten Außenaufnahmen in einer Gegend von Tschechien gemacht, wo ganze Landstriche noch weitgehend unberührt geblieben sind. So waren weiträumige Kameraschwenks möglich, ohne das neuzeitliche Objekte wie etwa Strommasten oder Leitungen die Bilder störten.

Für die Innenaufnahmen musste das Filmteam nicht so weit reisen: So wurden vielen Sequenzen im niederbayrischen Museumsdorf Tittling bei Passau gedreht sowie in der unweit davon gelegenen Ginghartinger Mühle bei Thurmansbang, die mit nur wenigen Änderungen als Kulisse für die Schachermühle fungierte.

Weitere Schauplätze waren in Landshut, wo Kneißls MÜnchner Wohnung nachempfunden wurde, sowie Landeshauptstadt selbst. Dort waren die Kamera bei den prächtigen historischen Gebäude am Odeonsplatz im Einsatz, ebenso auf dem Studiogelände der Bavaria Film.

Locations  

Vater (Michael Fitz) und Mutter Kneißl (Maria Furtwängler)
Vater (Michael Fitz) und Mutter Kneißl (Maria Furtwängler)

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Gendarm Förtsch (Thomas Schmauser) mit Pfarrer Endl (Andreas Giebel)
Gendarm Förtsch (Thomas Schmauser) mit Pfarrer Endl (Andreas Giebel)

  Stab und Besetzung

Mathias auf dem Weg zu seiner Holdesten
Mathias auf dem Weg zu seiner Holdesten
"Räuber Kneißl" im Internet:

Homepage eines Nachfahren

Regie:
Marcus H. Rosenmüller

Buch:
Karin Michalke, Christian Lerch

Kamera:
Stefan Biebl

Schnitt:
Georg Söring

Produktion:
Max Wiedemann, Quirin Berg, Susanne Hildebrand

Musik:
Gerd Baumann

Kostueme:
Ute Hofinger

Maske:
Dorothea Goldfuss

Darsteller:
Maximilian Brückner, Brigitte Hobmeier, Thomas Schmauser, Maria Furtwängler, Christian Lerch, Andreas Giebel, Michael Fitz, Florian Brückner, Stefanie von Poser, Isabella Brückner, Adele Neuhauser, Sigi Zimmerschied, Tilo Prückner, Stephan Zinner, Simon Schwarz, Michael Kranz, Jürgen Tonkel, Johann Schuler, Eisi Gulp, Rosalie Thomass, Sepp Schauer, Martin Walch, Holger Kriechel, Franz Xaver Brückner

Zeitgleich mit dem Film "Räuber Kneißl" in der Regie von Marcus H. Rosenmüller liefen am 21.08.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Nicht dran denken
Komödie, Italien, 2007


Mozart in China
Familienfilm, Österreich, Deutschland, China, 2007


Ich habe den englischen König bedient
Komödie, Tschechien, Slovakei, 2006


Der Sohn von Rambow
Komödie, England, 2007


Batman - The Dark Knight
Comic-Action, USA, 2008

Ebenfalls im Kino  



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