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Nicht dran denken

Italien, 2007
Komödie, 104 Minuten

Originaltitel:
Non Pensarci

Kino-Start:
21.08.2008

Regie:
Gianni Zanasi

Darsteller:
Valerio Mastandrea (Stefano), Anita Caprioli (Michela), Giuseppe Battiston (Alberto), Caterina Murino (Nadine), Teco Celio (Vater Nardini), Gisella Burinato (Mutter Nardini), Dino Abbrescia (Carlo), Paolo Briguglia (Paolo), Paola Bechis (Giulia), Riccardo Bucchi (Luca), Chiara Bucchi (Eleonora), Valentina Fois (Monica)
Nicht dran denken
TrailerPlakat
Bei den Filmfestspielen in Venedig wurde die Komödie "Nicht dran denken" 2007 als bester Film mit dem Preis der Italienischen Filmkritik bedacht. Der italienische Schauspieler Valerio Mastandrea, bereits 2002 auf dem Festival für seine Rolle als Stefano in "Velocità massima" mit dem Pasinetti-Preis ausgezeichnet, spielt hier einen alternden Punkrocker namens Stefano.

Schon im zarten Alter von fünf Jahren hatte sich Stefano Nardini (Valerio Mastandrea) dem Punkrock verschrieben. Nun, mit Mitte Dreißig, hat er es in Rom zum Gitarristen einer Band gebracht, doch es läuft nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Seine Karriere scheint auf der Stelle zu treten, die Studioaufnahmen für das neue Album gehen in die Hose, und beim Stage Diving bricht er sich fast die Knochen.

Als Stefano dann auch noch erfährt, dass seine Freundin Monica (Valentina Fois) ihn mit dem Musiker einer anderen Band hintergeht, zweifelt er, ob er bisher den richtigen Weg eingeschlagen hat. Er beschließt, seine Gitarre einzupacken und zu seiner Familie nach Rimini zurückzukehren. Stefano wird in seiner alten Heimat herzlich aufgenommen, muss allerdings feststellen, dass in seiner Familie auch nicht gerade eitel Sonnenschein herrscht.

Vater Walter (Teco Celio) hat sich nach einem Herzinfarkt aus dem Familienbetrieb zurückgezogen, in dem Kirschkonserven und Sirup hergestellt werden, und vertreibt sich seine Zeit nur noch mit Golfspiel, während seine Gattin (Gisella Burinato) sich dem Schamanismus bei einem Lifestyle-Guru verschworen hat.

Die Führung des Unternehmens hat Stefanos Bruder Alberto (Giuseppe Battiston) übernommen, doch er scheint nicht die ideale Wahl gewesen zu sein: Die Scheidung von seiner Ehefrau Giulia (Paola Bechis) und der Kummer, seine Kinder Luca (Riccardo Bucchi) und Eleonora (Chiara Bucchi) nur noch am Wochenende zu Gesicht zu bekommen, hat ihn arg mitgenommen, was sich auch auf seine unternehmerischen Entscheidungen negativ auswirkt.

Und Michela (Anita Caprioli), das Nesthäkchen der Nardinis, hat ihren eigenen Kopf durchgesetzt und ihr Studium abgebrochen, um sich ihrer eigentlichen Leidenschaft zu widmen: Sie arbeitet in dem Delphinarium eines Freizeitparks, was insbesondere Albertos Kinder erfreut, die die gelehrigen Tiere gerne beobachten.

Als sich dann Alberto in das Callgirl Nadine (Caterina Murino) verliebt, mit der ihn alte Schulfreunde zusammengebracht haben, droht die Konservenfabrik endgültig den Bach runterzugehen. Nun scheint ausgerechnet Stefano der einzige zu sein, der die Lage noch unter Kontrolle bringen kann. Ein Besuch beim reichen Paolo (Paolo Briguglia) soll die Rettung bringen...

Film-Inhalt  

Stefano Nardini (Valerio Mastandrea) ist auf den Hund gekommen
Stefano Nardini (Valerio Mastandrea) ist auf den Hund gekommen

  Hintergrund

Alberto (Giuseppe Battiston) mit Nadine (Caterina Murino)
Alberto (Giuseppe Battiston) mit Nadine (Caterina Murino)

Regisseur Gianni Zanasi, Jahrgang 1965, stammt aus Vignola bei Modena. Diese Region in der Emilia-Romagna ist vom Obstanbau geprägt, die für ihre Kirschen bekannt ist. So kam er auf die Idee, seinen Protagonisten eine kirschverarbeitende Fabrik anzudichten. Doch es sollte keine idyllische Postkartenfamilie sein: Zanasi wollte eine "...quicklebendige Familie und damit ein Versuchslabor unglaublicher und ungezügelter Verrücktheiten."

Der von Selbstzweifeln geplagte Punkrocker entstand, weil Zanasi sich früher einmal eine E-Gitarre gekauft, aber nie gelernt hatte, darauf zu spielen. Sie lehnte in seinem Büro an der Wand und mahnte ihn, dass einiges schiefläuft. "Dass es vielleicht besser wäre aufzubrechen", erinnert er sich, "heim zu meinen Eltern, für eine kurze Zeit."

Während des Schreibens entwickelte sich das Drehbuch in Richtung Komödie: "Der Schlüssel zum Film, das war die Familie", beschreibt Zanasi, "Stefano, der zwischen zwei Konzerten auf gammeligen Sofas schläft, und jene, die weiterhin Kirschen im Glas herstellen. Aber als das Treffen dieser beiden Welten kurz bevorstand, fühlte ich, dass es mir schwerfallen würde, 'ernst' zu bleiben."

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Michela (Anita Caprioli) in ihrem Element
Michela (Anita Caprioli) in ihrem Element

  Stab und Besetzung

Stefano versucht zu entspannen
Stefano versucht zu entspannen
"Nicht dran denken" im Internet:

Offizielle Homepage

Regie:
Gianni Zanasi

Buch:
Gianni Zanasi, Michele Pellegrini

Kamera:
Giulio Pietromarchi

Schnitt:
Rita Rognoni

Produktion:
Beppe Caschetto, Rito Rognoni

Musik:
Merci Miss Monroe, Les Vauves, Atomik Dog, La Traviata, Chopin

Kostueme:
Valentina Taviani

Darsteller:
Valerio Mastandrea, Anita Caprioli, Giuseppe Battiston, Caterina Murino, Teco Celio, Gisella Burinato, Dino Abbrescia, Paolo Briguglia, Luciano Scarpa, Natalino Balasso, Paola Bechis, Chiara Bucchi, Riccardo Bucchi, Valentina Fois, Edoardo Gabbriellini, Raffaella Reborini, Paolo Sassanelli

Zeitgleich mit dem Film "Nicht dran denken" in der Regie von Gianni Zanasi liefen am 21.08.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Räuber Kneißl
Drama, Deutschland, Tschechien, 2008


Mozart in China
Familienfilm, Österreich, Deutschland, China, 2007


Ich habe den englischen König bedient
Komödie, Tschechien, Slovakei, 2006


Der Sohn von Rambow
Komödie, England, 2007


Batman - The Dark Knight
Comic-Action, USA, 2008

Ebenfalls im Kino  



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