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Memory Books

Deutschland, 2008
Dokumentation, 90 Minuten, FSK: 6



Kino-Start:
01.05.2008

Regie:
Christa Graf

Memory Books
Plakat
Obschon eigentlich gelernte Chemotechnikerin, kann die Münchener Journalistin Christa Graf mittlerweile auf die Autorenschaft zu über 50 Filmbeiträgen für das Fernsehen und die Leinwand zurückblicken. In ihrer Dokumentation "Memory Books" beschäftigt sie sich mit dem Thema AIDS in Afrika und dem Umgang mit dieser Krankheit in betroffenen Familien.

Allein im afrikanischen Uganda leiden zwei Millionen Menschen an AIDS. Zahllose Kinder werden durch die Krankheit jedes Jahr zu Halb- oder Vollwaisen.

Seit einiger Zeit hat sich bei betroffenen Eltern - vorwiegend Müttern - der Brauch eines "Memory Books" eingebürgert: Gemeinsam mit ihren Kinder bringen die Sterbenskranken Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen zu Papier, die, mit Bildern und Fotos versehen, zu Kladden werden. Sie sollen in den Kindern die Erinnerung an ihre Eltern wachhalten, wenn diese längst von der Krankheit dahingerafft wurden.

Doch Erinnerung ist nicht der einzige Zweck dieser Büchlein. Sie sollen auch vorbeugend warnen und Aufklärung leisten zu einem Thema schrecklichen Phänomen, das gerade in den am schlimmsten betroffenen Regionen dieser Erde oft noch ein Tabu-Thema ist.

Für den Film reiste das Team um die Regisseurin Christa Graf durch Uganda und angrenzende Länder und sprach mit Betroffenen und Angehörigen.

Eine von ihnen ist die AIDS-kranke Mutter Harriet. Einer ihrer Einträge in das "Memory Book" ihrer Tochter Winnie - einem von insgesamt vier Kindern, die nach dem absehbaren Tod ihrer Mutter zu Vollwaisen werden - lautet: "Du bist in einer Familie aufgewachsen, die nie auseinander brach, auch nicht nach dem Tod deines Vaters."

Ein anderer, der in dem Film zu Wort kommt, ist erst zehn Jahre alt: Dennis. Seine Mutter ist vor kurzem an AIDS gestorben. Jetzt liest er seiner kleinen Schwester Chrissi die Aufzeichnungen seiner Mutter aus dem Memory Book vor.

"Wenn ich Chrissi daraus vorlese", sagt Dennis, "ist es, als würde sie zu uns sprechen."

Film-Inhalt  

Afrikas Kinder tragen die Hauptlast der Seuche
Afrikas Kinder tragen die Hauptlast der Seuche

  Hintergrund

Gute Zeiten für Sargtischler
Gute Zeiten für Sargtischler

"Memory Books" beruht auf dem gleichnamigen Sachbuch von Christa Graf, die für den vorliegenden Dokumentarfilm nicht nur die Drehbuchadaption übernahm, sondern auch Regie führte.

"Die Krankheit steht nicht im Mittelpunkt der Dokumentation, sie bildet den Hintergrund einer eindrucksvollen Initiative von HIV-infizierten Frauen", beschreibt sie ihren Film. "Von dem Moment der Gewissheit an versinken viele Menschen in diesem schlimmen Schicksal. Lethargie, Depression und Verzweflung sind die Folge. Die Menschen in diesem Film haben diese Haltung nicht mehr. Sie haben einen Weg gefunden, damit umzugehen, und machen noch etwas aus ihrem Leben. Dabei entsteht sehr viel Kraft, und damit geben sie an ihre Kinder weiter, dass man trotz des schweren Schicksals weiterleben kann und es in den eigenen Händen liegt, sein Leben zu gestalten. Das Erstaunliche ist, dass diese Frauen dann gesünder werden, weil sich das Immunsystem stabilisiert, wenn die Psyche wieder stärker ist. Diese Frauen fühlen sich nicht mehr wertlos, weil sie sowieso bald sterben, sondern sie haben eine Aufgabe."

"Memory Books" ist eine Gemeinschaftsproduktion von ZDF-Arte und dem Schweizerischen Fernsehen. Der Film wurde u.a. mit Mitteln des Deutschen Filmföderfonds und der Volkert-Stiftung gefördert.

Die Filmbewertungsstelle hat "Memory Books" mit dem Prädikat "Besonders Wertvoll" ausgezeichnet.

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Die Metropolen sind am schlimmsten betroffen
Die Metropolen sind am schlimmsten betroffen

  Stab und Besetzung

Ein Kind liest in seinem Memory Book
Ein Kind liest in seinem Memory Book
"Memory Books" im Internet:

Offizielle Seite

Homepage der Filmemacherin

Regie:
Christa Graf

Buch:
Christa Graf

Kamera:
Roland Wagner

Schnitt:
Carmen Kirchweger

Produktion:
Jörg Bundschuh

Musik:
Gert Wilden Jr.

Zeitgleich mit dem Film "Memory Books" in der Regie von Christa Graf liefen am 01.05.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Was am Ende zählt
Drama, Deutschland, 2007


Urmel voll in Fahrt
Animation, Deutschland, 2008


Raubritter - Die Geschichte von Ekkelins Knecht
Historiendrama, Deutschland, 2008


Meine Mutter, mein Bruder und ich
Drama, Deutschland, Armenien, 2008


Iron Man
Sci-Fi-Action, USA, 2007


Glue
Drama, Argentinien, 2006


Eine Hochzeit und andere Kuriositäten
Komödie, Polen, 2004


Blind Wedding
Komödie, USA, 2008


1. Mai - Helden bei der Arbeit
Komödie, Deutschland, 2008

Ebenfalls im Kino  



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