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Loos Ornamental

Österreich, Tschechien, Frankreich, 2008
Dokumentation, 72 Minuten, FSK: 0



Kino-Start:
25.05.2008

Regie:
Heinz Emigholz

Loos Ornamental
Plakat
Nachdem er 2007 mit "Schindlers Häuser" die Gebäude des Österreichischen Architekten Rudolph Michael Schindler behandelte, stellt Heinz Emigholz in "Loos Ornamental" 27 Werke des Landsmannes Adolf Loos vor. Der Film hatte 2008 Uraufführung im Forum der 58. Berlinale.

Dieser Dokumentarfilm beschäftigt sich mit Werken des Brünner Architekten Adolf Loos, einem Vorreiter der Moderne in der Architektur mit ihrer betont schlichten, schnörkellosen Gestaltung. Die Außen- und Innenaufnahmen seiner Bauwerke werden in chronologischer Reihenfolge gezeigt.

Dabei handelt es sich vorwiegend um Privatvillen aus dem Großraum Wien, Niederösterreich, Tschechien sowie Paris, aber auch einige Ladenbauten sind aufgeführt. Die Kamera erfasst einen Blick auf die Fassaden, zeigt aber ebenso die Inneneinrichtungen der Häuser.

Bei der zeitlichen Abfolge der Entstehung von Loos´ Gebäuden wird das Prinzip "Raumplan" deutlich, das die Innenräume funktional verschachtelt, teils auch in mehreren Ebenen, die Häuser aber von außen kompakt wirken lässt.

Insgesamt 27 Gebäude sind zu sehen, vorgestellt in der Reihenfolge ihrer Entstehung. Darunter etwa das Wiener Café Musem am Karlsplatz von 1899, das vom Volksmund aufgrund seiner spartanischen Einrichtung und seines schlichten Stils "Café Nihilismus" genannt wurde.

Ein weiterer Restaurationsbetrieb ist die Kärntner Bar von 1908, auch als American Bar oder schlicht Loos-Bar bekannt, im Kärntner Durchgang Nr. 10 gelegen. Ähnlich prominent ist der böhmische Schneider Knize, der als eine der ersten Marken in der Herrenmode gilt.

Zu den präsentierten Objekten gehören fürderhin in Wien die Häuser Steiner, Scheu und Horner aus den Jahren 1910-13, die Buchhandlung Manz, die Wohnungen Rosenfeld und Boskovits sowie das eigene Grabmal auf dem Zentralfriedhof. In Tschechien sind es unter anderem das Brünner Messegelände und die Arbeitersiedlung Babi in Nachod, in Paris das Haus des Schriftstellers Tristan Tzara.

Film-Inhalt  

Haus am Michaelerplatz - Wien
Haus am Michaelerplatz - Wien

  Hintergrund

Haus Scheu - Wien
Haus Scheu - Wien

Adolf Loos wurde am 10. Dezember 1870 im tschechischen Brünn als Sohn eines Steinmetz geboren. Nach mäßigem Abitur folgten Studien in Wien und Dresden. Im Alter von 22 Jahren ging er für drei Jahre in die USA zu einem Onkel.

Danach ging er nach Wien und betätigte sich als Architekt und Journalist. Bei seinen Werken folgt er der Devise "form follows function", wobei die bewusst sachliche Ausführung seiner Entwürfe mit der Auswahl hochwertiger Werkstoffe einhergeht.

Einen Schatten auf Loos´ Karriere wirft ein Prozess wegen des unsittlichen Umgangs mit kleinen Mädchen. Loos, der viermal verheiratet war, starb am 23. August 1933 vereinsamt in einem Sanatorium in Kalksburg.

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Buchhandlung Manz - Wien
Buchhandlung Manz - Wien

  Stab und Besetzung

Herrenausstatter Knize - Wien
Herrenausstatter Knize - Wien
"Loos Ornamental" im Internet:

Offizielle Homepage

Regie:
Heinz Emigholz

Buch:
Heinz Emigholz

Kamera:
Heinz Emigholz

Schnitt:
Heinz Emigholz

Produktion:
Gabriele Kranzelbinder, Alexander Dumreicher-Ivanceanu

Zeitgleich mit dem Film "Loos Ornamental" in der Regie von Heinz Emigholz liefen am 25.05.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

True North - Der letzte Fang
Fischer-Drama, Schottland, Irland, Deutschland, 2006


Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Abenteuer, USA, 2008


Ich. Immendorff
Dokumentation, Deutschland, 2008


Die Unbekannte
Thriller, Italien, 2006

Ebenfalls im Kino  



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