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I´m not there

USA, 2007
Musik-Drama, 135 Minuten, FSK: 12

Originaltitel:
I´m not there

Kino-Start:
28.02.2008

Regie:
Todd Haynes

Darsteller:
Cate Blanchett (Jude Quinn), Ben Whishaw (Arthur Rimbaud), Christian Bale (Jack Rollins), Richard Gere (Billy the Kid), Marcus Carl Franklin (Woody Guthrie), Heath Ledger (Robbie Clark)
Im not there
TrailerPlakat
Bob Dylan - Songwriter, Musiker, Poet und Popikone - besitzt eine geradezu chamäleonartige Verwandlungsfähigkeit. Das jedenfalls meint der Drehbuchautor und Regisseur Todd Haynes. In seinem biographischen Film "I'm not there" lässt er folglich gleich sechs Schauspieler in Rollen von Persönlichkeiten schlüpfen, die collagenhaft einen der jeweiligen Lebensabschnitte des Künstlers symbolisieren.

Ende der 1950er Jahre: Bob Dylan alias Robert Allen Zimmermann schlägt sich als 11-jähriger durch die Lande - wie einst Woody Guthrie (Marcus Carl Franklin). Er schläft in Güterwagons, prügelt sich mit Landstreichern, kommt zu Gastfamilien und läuft wieder weg. Zwischendurch komponiert er und textet Gitarren-Songs.

Im Alter von 19 Jahren schreibt Bob scharfzüngige Texte - wie einst Arthur Rimbaud (Ben Whishaw), der dafür vor einen Untersuchungsausschuss kam.

Anfang der 1960er Jahren ist Dylan ein kritischer Sänger einer neuen Generation, wie einst der Folkbarde Jack Rollins (Christian Bale), und wird ein "Troubadour des Gewissens" genannt. Doch dann beginnt er, sein Publikum zu beleidigen und zeigt Verständnis für die Ermordung John F. Kennedys - ein Unding in den USA, damals wie heute.

Auf dem Gipfel seines Erfolges ist Dylan ein gefeierter Bandleader - wie einst Jude Quinn (Cate Blanchett). Doch dann schockiert er seine Anhängerschaft mit elektrifizierten Rocksongs, die er mit Bandbegleitung spielt. Nur mit Mühe kann ein aufgebrachter Folkpurist davon abgehalten werden, das Stromkabel mit einer Axt zu durchtrennen.

Anfang der 1970er Jahre versucht sich Bob Dylan als Schauspieler und Familienvater - ebenso vergeblich wie einst der Schauspieler Robbie Clark (Heath Ledger). Es ist die Zeit des gescheiterten Vietnamkrieges und des Nixon-Skandals.

Vorübergehend zieht sich Dylan aus der Öffentlichkeit zurück und gerät fast in Vergessenheit - wie einst der legendäre, aber in die Jahre kommende Outlaw Billy the Kid (Richard Gere). Billy lebt zurückgezogen auf einer einsamen Farm irgendwo im Hinterland von Missouri. Dorthin hat er sich zurückgezogen, nachdem Pat Garretts Kugel ihn seinerzeit verfehlte, und dort will er eines Tages sterben...

Film-Inhalt  

Im Studio
Im Studio

  Hintergrund

Durch die Lande
Durch die Lande

Das Drehbuch zu "I´m not there" schrieb Todd Haynes, der auch Regie führte. "Bob Dylans künstlerische Leistung bedarf wahrlich keiner weiteren Bestätigung meinerseits", meint er zu seinem Protagonisten. "Die einen halten ihn für den größten Liedschreiber aller Zeiten, den anderen ist er völlig egal. Doch er ist unbestritten eine der einflussreichsten Größen der Popmusik und der Nachkriegskultur, ob man ihn nun mag oder nicht."

Nach der Weltpremiere auf dem Telluride Film Festival am 31. August 2007 und der Teilnahme am Toronto International Film Festival gab es für "I'm no there" weitgehend positive Kritiken.

Auf dem Fimfestival in Venedig 2007 wurde der Film mit dem CinemAvvenire Award als Bester Film ausgezeichnet, Regisseur Todd Haynes gewann den Spezialpreis der Jury für die Beste Regie und Cate Blanchett den Volpi Cup als Beste Darstellerin.

Die Verkörperung von Jude Quinn brachte Cate Blanchett auch einen Golden Globe als Beste Nebendarstellerin - eigentlich ja für die beste männliche Nebenrolle - und eine Oscar-Nominierung ein.

Gedreht wurde im Sommer 2006 in Montreal, Kanada.

Bob Dylan wurde unter dem bürgerlichen Namen Robert Allen Zimmermann am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota geboren. Seine Eltern waren Nachfahren ukrainisch-jüdischer Immigranten.

Bob Dylan hat die Entwicklung der Popmusik seit den 1960er Jahren wie kaum ein anderer Musiker beeinflusst, und kaum ein anderer wurde von so vielen Musikern zitiert oder kopiert wie er. Dabei mischte und experimentierte er immer wieder mit verschiendenen traditionellen Musikstilen und mit modernen Komponenten.

Darüber hinaus engagierte er sich auch politisch und betätigte sich als Schriftsteller. Seit 1996 wurde er auch immer wieder als Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis gehandelt.

1965 heiratete Dylan Sara Lownds. Aus der Ehe, die 1977 geschieden wurde, gingen vier Kinder hervor.

Im Herbst 2007 veröffentlichte Dylan sein bislang letztes Album. Zeitgleich lief in der Kunstsammlung Chemnitz eine Ausstellung mit Zeichnungen und Aquarellen von ihm.

Bob Dylan trat unter anderem unter den Künstlernamen Elston Gunn, Blind Boy Grunt, Lucky Wilbury/Boo Wilbury, Elmer Johnson, Sergei Petrov, Jack Frost, Jack Fate, Willow Scarlet und Robert Milkwood Thomas auf.

Kurzinfo Bob Dylan  

Poet, Songwirter und - Landstreicher
Poet, Songwirter und - Landstreicher

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Als Ehemann nicht sehr erfolgreich
Als Ehemann nicht sehr erfolgreich

  Stab und Besetzung

Mit Kippe und Guitarre
Mit Kippe und Guitarre
"I´m not there" im Internet:

Offizielle Seite (dt.)

Regie:
Todd Haynes

Buch:
Oren Moverman, Todd Haynes

Kamera:
Edward Lachman

Schnitt:
Jay Rabinowitz

Produktion:
John Goldwyn, James D. Stern, Christine Vachon, Jeff Rosen

Musik:
Eric Hill, Jim Dunbar

Kostueme:
John A. Dunn

Maske:
Rick Findlater

Darsteller:
Cate Blanchett, Ben Whishaw, Christian Bale, Richard Gere, Marcus Carl Franklin, Heath Ledger, Don Francks, Roc LaFortune, Larry Day, Paul Cagelet, Pierre-Alexandre Fortin, Richie Havens, Tyrone Benskin, Kim Roberts, Eric Newsome, Jane Wheeler, Julianne Moore, Peter Friedman, David Gow, Fanny La Croix, Matthew Harbour, Kyle Switzer, Terry Haig, Greg Kramer, Gordon Masten, Bill Croft, Charlotte Gainsbourg, Gabrielle Marcoux, Jessey LaFlamme, Jennifer Rae Westley, Pierre LeBlanc, Tim Post, Richard Robitaille, Ivan Freud, Holly O´Brien, Danny Blanco, Susan Glover, Vito DeFilippo, Andrew Simms, Lisa Bronwyn Moore, Jessica Kardos, Garth Gilker, John Koensgen, Mark Camacho, Lorne Brass, Benz Antoine, Shaun Balbar, Maggie Castle, Joe Cobden, David Cross, Thiéry Dubé, Kim Gordon, Bruce Greenwood, Kristen Hager, Marie-Julie Rivest, Yolonda Ross, Dennis St John, Craig Thomas, Max Walker, Michelle Williams

Zeitgleich mit dem Film "I´m not there" in der Regie von Todd Haynes liefen am 28.02.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Trip to Asia: The Quest for Harmony
Dokumentation, Deutschland, 2007


Ossi´s Eleven
Komödie, Deutschland, 2008


No Country for Old Men
Thriller, USA, 2007


Mirikitanis Katzen
Dokumentation, USA, 2006


Michael Clayton
Drama, USA, 2007


Meine Frau, die Spartaner und ich
Komödie, USA, 2007


Der Lange Weg ans Licht
Dokumentation, Deutschland, 2007


8 Blickwinkel
Drama, USA, 2008

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