Im Jahr 2007 war Ryan Gosling neben vielen anderen Auszeichnungen auch für den Oscar als bester Haupdarsteller nominiert. In dem Drama "Half Nelson" spielt der Kanadier einen engagierten Lehrer, der sich für seine benachteiligten Schüler einsetzt, doch an seiner Drogensucht zu scheitern droht. Ein Jahr später gab es eine Nominierung zum Golden Globe für seine Rolle in "Lars und die Frauen", der eine Woche vorher in den deutschen Kinos gestartet ist.
Dan Dunne (Ryan Gosling) ist Lehrer für Geschichte an einer High-School in New York. Trotz der meist düsteren Perspektive, die die meist afro- oder lateinamerikanischen Jugendlichen aus einem sozial eher schwachen Stadtteil von Brooklyn haben, hat er sich seinen Idealismus weitgehend bewahrt.
Dan setzt sich weit über die normalen Pflichten für seine Schützlinge ein. Seinen Unterricht gestaltet er ziemlich unkonventionell und ersetzt oft das vorgegebene Kurrikulum durch spontane Behandlung des Lehrstoffs. Darüber hinaus plant Dunne, ein Buch über Dialektik für Kinder zu schreiben.
Zudem betätigt er sich als Trainer der Basketball-Mannschaft und versucht, den Teenagern auch in der Freizeit eine Beschäftigung zu geben. Doch der Lehrer spürt, dass sein Engagement nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, und aus diesem Dilemma sucht er einen fatalen Ausweg:
Dan ist drogensüchtig - er raucht regelmäßig Crack. Als er auf dem Schulklo wieder einmal eine Portion konsumiert, wird er dabei erwischt - ausgerechnet von der 13-jährigen (Shareeka Epps), einer der Schülerinnen, um die er sich besonders gekümmert hat. Sie stammt aus einer desolaten Familie, ihr Bruder sitzt wegen Drogenhandels im Knast. Dreys Mutter Karen (Karen Chilton) ist als Polizistin zu beschäftigt, um ihrer Tochter ausreichend Zuwendung zu geben, und der Vater hat sich aus dem Staub gemacht.
Mehr Aufmerksamkeit erhält Drey von Frank (Anthony Mackie), selbst ein erfolgreicher Crackdealer, der Dreys Bruder, früher sein Partner, ins Gefängnis gebracht hatte. Nun bietet er dessen Schwester an, für ihn zu arbeiten, und für die ist die Verlockung des schnellen Geldes groß.
Zwischen Dan und Drey entwickelt sich ein ungewöhnliches inniges Verhältnis, eine Art Schicksalsgemeinschaft, bei dem jeder der beiden versucht, den anderen vom Absturz abzuhalten: Sie ihn vor dem Teufelskreis der Drogenabhängigkeit, und Dan Drey vor einer kriminellen Laufbahn...
Film-Inhalt
Lehrer Dunne (Ryan Gosling) gilt bei seinen Schülern als cool
Hintergrund
Drey (Shareeka Epps) kommt hinter Dans Geheimnis
Ryan Fleck und Anna Boden verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Nach ihrem Studium an der New Yorker Filmhochschule war ihr erstes Gemeinschaftswerk 2002 die Kurz-Doku, gefolgt 2004 vom Kurz-Drama "Gowanus, Brooklyn", für den sie auf dem Sundance Film Festival den Großen Preis der Jury erhielten. Gowanus ist ein industriell geprägtes Stadtviertel im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn.
Das Skript dieses Kurzfilms ist aus Geldnot entstanden: Die beiden hatten bereits 2002 das Drehbuch von "Half Nelson" geschrieben und hatten kein Budget für einen vollwertigen Spielfilm zur Verfügung. Also kürzten Sie das Drehbuch entsprechend und dampften die Handlung auf 19 Minuten ein.
Durch ihren Erfolg in Sundance ermutigt, traten sie in Kontakt mit Ryan Gosling und konnten diesen tatsächlich als Hauptdarsteller für ihr Kinofilmprojekt gewinnen. Für die Rollen der Drey und deren Mutter wurden die Schauspieler aus "Gowanus, Brooklyn" übernommen.
Um sich in seine Rolle hineinzuversetzten, verfolgte er den Unterricht an einer High School, deren Lehrer David Easton eine gewisse Ähnlichkeit mit Gosling aufweist. Da die Rolle von Dans Bruder noch nicht besetzt war, wurde Easton kurzerhand gefragt, und der sagte spontan zu.
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Bild-Gallerie
Dan (Ryan Gosling) hat eine Liaison mit Kollegin Isabel (Monique Curnen)
Stab und Besetzung
Frank (Anthony Mackie) hat nicht den besten Einfluss auf Drey