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Dance for all

Deutschland, Südafrika, 2008
Tanz-Dokumentation, 92 Minuten, FSK: 0



Kino-Start:
11.09.2008

Regie:
Elena Bromund, Viviane Blumenschein

Dance for all
TrailerPlakat
Im März 2008 verstarb mit Phyllis Spira die Primaballerina Südafrikas. Im gleichen Jahr erschien die Dokumentation "Dance for all", die über die gleichnamige Tanzschule berichtet, in der Spira an der Seite ihres Mannes Philip Boyd, dem Gründer der Institutionen, Kindern aus der schwarzen Bevölkerung das erste Mal die Chance gab, mit Tanz die Aussicht auf ein besseres Leben zu verbinden.

"Dance for All" ist eine Tanzschule in den Townships von Kapstadt. Die Gründung war 1991 durch Philip Boyd, einen früheren Solotänzer am Cape Performing Arts Board (CAPAB), das mittlerweile Cape Town City Ballet heißt. Zweck dieser gemeinnützige Organisation ist es, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Tanz zu unterrichten.

Elena Bromund und Viviane Blumenschein beobachten in ihrer Dokumentation den Alltag an der DFA und portraitieren Philip Boyd und dessen Ehefrau, die Primaballerina Phyllis Spira, die tragischerweise nach einer Fußverletzung an den Komplikationen nach einer Reihe von Operationen im März 2008 verstarb.

Der Zuschauer erhält Einblicke in die Tanzausbildung der jungen Eleven. Dabei müssen sie sich auch harsche Kritik gefallen lassen, nicht nur hinsichtlich Disziplin, Musikalität oder Tanzstil, auch auf Outfit und Frisur achtet Phyllis Spira. Dennoch ist die Stimmung in der Ballettschule locker, oft auch heiter.

Zudem verfolgt das Filmteam die Fortschritte dreier Ballettschüler. Zu ihnen gehört Theo Ndindwa, an dem der Erfolg der "Dance for All" zuerst sichtbar wurde: Nach der Fortsetzung seiner Ausbildung und ersten Karriereschritten in London ist er nach Südafrika zurückgekehrt. Er berichtet von der Frühzeit der DFA, als er noch mit Freunden vor dem Eingang Fußball spielte und allmählich mit Philip Boyd schloss, der ihn ermutigte, mit dem Tanzen eine neue Perspektive zu suchen.

Zur Compagnie gehört mittlerweile auch Nqaba Mafilika, der nach zwölf Jahren auf den Tanzparkett zum ersten Mal ins Ausland reist, zu einem sechswöchigen Ballett-Training in San Francisco. Und auch Zandile Constable, die erst als Zwölfjährige mit dem Tanzen begann, hat den Traum, damit einmal ganz groß herauszukommen. Und ihrer Mutter offenbart sie, dass sie bei einer entsprechenden Gelegenheit nicht zögern würde, dem Land den Rücken zu kehren.

Bei all dem kommt das Tanzen selbst nicht zu kurz. Man sieht klassisches Ballett, Modern Dance, und Nqaba und Mbulelo auch bei einer kurzen Rap-Einlage. Einen großen Teil nehmen die Vorbereitungen auf ersten Auftritt der Youth Company, in der die besten Schüler ihre Künste am Artscape Theatre Centre in Kapstadt vorführen dürfen.

Film-Inhalt  

Tanz ist Arbeit: Phyllis Spira
Tanz ist Arbeit: Phyllis Spira

  Hintergrund

Junge Eleven vor dem Auftritt
Junge Eleven vor dem Auftritt

Phyllis Bernice Spira wurde am 18. Oktober 1943 in Johannesburg geboren. Nach der High School wurde sie mit 16 Jahren an der Londoner Royal Ballet School angenommen und wurde binnen weniger Monate Solotänzerin bei der Royal Ballet Touring Company. 1964 kehrte sie nach Südafrika zurück, nachdem sie einer Zusammenarbeit mit dem legendären Rudolph Nureyev eine Absage erteilt hatte. Ein Jahr später trat sie dem CAPAB - dem späteren Cape Town City Ballet - bei, in dem sie 28 Jahre verblieb. 1984 erhielt Spira den Rang der Prima Ballerina Assoluta. Nach ihrem Rückzug von der Bühne wegen eines Unfalls während einer Aufführung von "Giselle" im Jahr 1988 widmete sie sich größtenteils der "Dance for All" zusammen mit Philip Boyd, der sie 1986 geheiratet hatte.

Nach seiner Karriere als Solotänzer beim Cape Town City Ballet wollte Philip Boyd seine Fähigkeiten nutzen, um den in elenden Verhältnissen der Townships rund um Kapstadt lebenden Kindern und Jugendlichen eine Perspektive für eine bessere Zukunft zu geben. In dem von der Apartheid geprägten Land erntete er mit der Gründung der "Dance for all" zunächst Unverständnis, doch der Erfolg sollte ihm bald Recht geben.

Gestalt nahm seine Idee 1991 in Form des "Ballet for All" an, als in einem Klassenzimmer von Gugulethu 34 Kinder unterrichtet wurden. Diese Zahl vervielfältigte sich binnen kurzer Zeit, und mit der Hilfe von Sponsoren und der Einstellung weiterer Tanzlehrer konnte ein breites Unterrichtsprogramm angebotenen werden. 1995 benannte man dann die Schule in "Dance for All", die zwischenzeitlich siebenhundert Tanzschüler in verschiedenen Gebieten Platz bietet.

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Theo Ndindwa hat es zum Profi geschafft
Theo Ndindwa hat es zum Profi geschafft

  Stab und Besetzung

Gekonnte Show bei Dance for All
Gekonnte Show bei Dance for All
"Dance for all" im Internet:

Offizielle Homepage

Seite der Organisation Dance for all

Regie:
Elena Bromund, Viviane Blumenschein

Kamera:
Franz Lustig

Schnitt:
Elena Bromund

Produktion:
Myriam Zschage

Musik:
mosermeyer

Darsteller:
Philip Boyd, Phyllis Spira, Zandile Constable, Nqaba Mafilika, Theo Ndindwa, Vuyelwa Qaku, Sindiswa Qaku, Delia Deliwe Tsaya, Silumko Melville Silwana, Noluyanda Mquiwana, Xola Putye, Mbulelo Jonas, Norma Mcinga, Wongi Mafiliko, Anna Mafilika, Miranda Mafilika, Kristin Elliott, Nani Venegas, Richard Gibson

Zeitgleich mit dem Film "Dance for all" in der Regie von Elena Bromund, Viviane Blumenschein liefen am 11.09.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Weisse Lilien
Psychothriller, Österreich, 2007


Stiefbrüder
Komödie, USA, 2008


Nobody´s Perfect
Dokumentation, Deutschland, 2008


I was a Swiss Banker
Fantasykomödie, Schweiz, 2007


How She Move
Tanzdrama, Kanada, 2007


Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra
Thriller-Drama, Italien, 2008


Die Entdeckung der Currywurst
Drama, Deutschland, 2008


Babylon A.D.
SciFi-Thriller, USA, Tschechien, Schweden, Norwegen, Frankreich, 2008

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