Das Erstlingswerk des Regisseurs und Drehbuchautoren Na Hong-jin hat in seinem Heimatland mehr als jeder zehnte Koreaner im Kino gesehen. "The Chaser", die Geschichte über einen Zuhälter und eine seiner Prostituierten, die einem Serienkiller anheimfällt, startet in Deutschland quasi zeitgleich in der Videothek und im Kino.
Früher einmal war Eom Jung-ho (Kim Yoon-suk) Polizist in Seoul. Doch weil er sich hat bestechen lassen und diese Missetat aufgeflogen war, wurde er gefeuert. Nun verdient er sein Geld als Zuhälter, doch einiges davon ist zusammen mit zwei der von ihm "gemanagten" Prostituierten verschwunden, die ihre letzten Einnahmen nicht bei ihm abgeliefert haben.
Das kann er nicht auf sich sitzen lassen. Da er ohnehin finanziell in der Klemme ist und sein Gläubiger ihm auf die Pelle rückt, will Eom unbedingt seine "Pferdchen" wieder einfangen und seine Kohle zurückholen. Dabei hilft ihm seine Spürnase, die er damals in Polizeidiensten trainiert hat.
Er stellt fest, dass die beiden vermissten Frauen ihren letzten Einsatz bei ein und dem selben Freier hatten. Als dieser sich wieder telefonisch meldet, sieht Eom die Chance, mit einem Lockvogel die Adresse des Kunden herauszubekommen, ihm einen Besuch abzustatten und mit dem nötigen Nachdruck sein Geld und seine Mädchen zurückzuholen.
So schickt er Mi-jin (Seo Young-hee) los in die Stadt, wo sich der Anrufer mit ihr verabredet. Sobald sie mit ihm in dessen Wohnung gegangen ist, soll sie Eom heimlich eine SMS mit der Adresse schicken, damit er weiß, wohin er sich begeben muss. Doch leider läuft es nicht so wie vereinbart.
Mi-jins gelingt es nicht, wie geplant die SMS abzusetzen. Und sie muss feststellen, dass ihre Mission weitaus gefährlicher ist, als sie sich das vorgestellt hatte. Sie ist an Jee Young-min (Jung-woo Ha) geraten, der sich als brutaler und sadistischer Mörder herausstellt. Sie wird einer grausamen Folter unterzogen, wobei er von ungebetenen Gästen gestört wird.
Die bringt Jee bedenkenlos um und lässt die gefesselte und verletzte Mi-jin, und deren verräterisches Auto von seiner Einfahrt wegzufahren. Dabei stößt er ausgerechnet mit Jung-hos Auto zusammen. Der stellt ihn, es kommt zu einer Prügelei, und Young-min wird verhaftet. Doch ohne Haftbefehl darf er nur zwölf Stunden festgehalten werden, und er weigert sich, seinen Wohnsitz zu nennen...
Film-Inhalt
Eom Jung-ho (Kim Yoon-suk) ist jetzt Zuhälter
Hintergrund
Jee Young-min (Ha Jung-woo) ist ein übler Bursche
Nachdem "Chugyeogja", so der Originaltitel, in den koreanischen Kinos angelaufen war, konnte sich der Actionthriller auf Anhieb auf Platz 1 der Kinocharts etablieren. Bereits nach drei Wochen hatte er zwanzig Millionen Dollar eingespielt. Mit insgesamt über fünf Millionen Besuchern ein enormer Erfolg für das Regiedebüt von Na Hong-jin.
Auch international fand "The Chaser" viel Beachtung. So lief der Film außer Konkurrenz im Wettbewerb bei den Filmfestspielen von Cannes und lief in Deutschland auf dem Fantasy Filmfest. In den USA, wo synchronisierte Filme nicht beliebt sind, sicherte sich Warner gleich die Filmrechte für ein Remake.
Gedreht wurde "The Chaser" weitgehend in Mang-won, einem an einem Hang gelegenen Stadtviertel von Seoul. Angeregt zu der Geschichte wurde Na Hong-jin von dem wahren Fall eines Serienkillers, der in Südkorea in den Medien kursierte. In seiner Story wollte er auch die Sich des Opfers nicht vernachlässigen und beansprucht, auch etwas Gesellschaftskritik eingearbeitet zu haben.
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