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Die Band von nebenan

Israel, Frankreich, USA, 2007
Tragikomödie, 85 Minuten, FSK: 0

Originaltitel:
Bikur Ha-Tizmoret

Kino-Start:
31.01.2008

Regie:
Eran Kolirin

Darsteller:
Sasson Gabai (Tewfiq Zakaria), Ronit Elkabetz (Dina), Khalifa Natour (Simon), Saleh Bakri (Khaled), Shlomi Avraham (Papi), Rubi Moscovich (Itzik), Uri Gavriel (Avrum), Imad Jabarin (Major-general Camal Abdel Azim), Ahuva Keren (Lea), François Khell (Makram), Hisham Khoury (Fauzi), Tarak Kopty (Iman), Rinat Matatov (Yula), Hilla Sarjon (Iris), Eyad Sheety (Saleh)
Die Band von nebenan
TrailerPlakat
Mit seinem Kinodebüt erzählt der israelische Filmemacher Eran Kolirin eine Geschichte über ägyptisch-israelische Völkerverständigung in einem denkwürdigen Mikrokosmos. "Die Band von Nebenan" hat gleich eine ganze Reihe hochrangiger internationaler Preise errungen, darunter den Europäischen Filmpreis für die Entdeckung des Jahres und den Publikumspreis beim Filmfest München.

Zur Eröffnung des arabischen Kulturzentrums im israelischen Petach Tikwa ist eigens aus dem Nachbarland Ägypten eine kulturelle Delegation angereist. Um den Anlass musikalisch zu untermalen, sind acht Mitglieder einer Polizeikapelle eingeflogen. Doch diese Einreise scheint auf beiden Seiten wenig koordiniert, und so stehen die Musiker statt vor dem erwarteten Empfangskommitee ziemlich einsam auf dem Flughafen herum.

Nachdem der Orchesterchef Oberstleutnant Tewfiq Zakaria (Sasson Gabai) vergeblich um eine telefonische Verbindung mit seiner Botschaft bemüht ist, kümmert sich Khaled (Saleh Bakri), der Benjamin der Truppe, um Busfahrkarten, um doch noch rechtzeitig ihr Ziel zu erreichen. Doch von den Örtlichkeiten haben sie keine Ahnung.

So landet das Orchester in einem kleinen Kaff mitten in der Wüste und wirken in ihren schnieken Galauniformen herzlich fehl am Platze. Die Gruppe marschiert zu einem Bistro, wo die Wirtin Dina (Ronit Elkabetz) die Auskunft erteilt, dass sie sich hier in Bet Hatikva befinden - eine Verwechslung, die auf die mangelnden Kenntnisse in Hebräisch zurückzuführen ist.

Da es in dem Ort kein einziges Hotel gibt und der Bus nach Petah Tikva erst am nächsten Tag fährt, organisiert Dina für die hilflosen Polizeimusiker eine Unterkunft: Drei der Männer werden der Familie des Bistrogastes Itzik (Rubi Moskovitz) zugeteilt, drei weitere sollen gleich im Bistro übernachten, und für zwei bietet Dina in ihrer eigenen Wohnung eine Bleibe an.

So ist in dieser Nacht der überraschende Besuch Anlass für eine denkwürdige Art der Völkerverständigung. Der steife Polizeioffizier Tewfiq lockert in Dinas Gegenwart auf, der Draufgänger Khaled zeigt ihrem Küchengehilfen Papi (Shlomi Avraham) in der Rollerdisko, wie man Mädchen anbaggert, und auch der Ärger von Itziks Frau, der die unerwarteten Gäste ihre Geburtstagsfeier durcheinander brachten, ist bald verraucht...

Film-Inhalt  

Auf verlorenem Posten: Die Polizeikapelle aus Ägypten
Auf verlorenem Posten: Die Polizeikapelle aus Ägypten

  Hintergrund

Dina (Ronit Elkabetz) mit ihrem Gast Tewfiq (Sasson Gabai)
Dina (Ronit Elkabetz) mit ihrem Gast Tewfiq (Sasson Gabai)

Der 1973 in Tel Aviv geborene Eran Kolirin war vor seinem Kinodebüt hauptsächlich als Drehbuchschreiber und Regisseur von TV-Produktionen tätig. Sein erstes Drehbuch, das zum Drama "Tzur Hadassim", wurde auf dem Jerusalem Filmfestival ausgezeichnet.In seinen Werken thematisiert Kolirin denn auch öfters die Beziehung zwischen Israel und Ägypten und den Bewohnern der beiden Länder.

Er kann sich noch erinnern, in seiner Jugend oft ägyptische Filme von dem damals einzigen Sender des Landes gesehen zu haben. "Immer Freitags, am späten Nachmittag fand man sich vor dem Fernseher ein", berichtet er, "und wurde mitgerissen von den verwickelten Geschichten, den tragisch-unglücklichen Liebschaften, dem Herzschmerz von Omar Sharif, Pathen Hamama, I'del Imam und vielen anderen."

Seither setzt er sich mit den Auswirkungen der politischen und militärischen Konflikte auseinander und wie die Ignoranz das Alltagsleben beeinflusst. Als Beispiel nennt er den neuen Flughafen, bei dem die israelischen Behörden schlicht vergassen, auch arabische Wegweiser aufzustellen. "In der neuen Welt von tausend schicken Shops war kein Platz mehr geblieben für die schönen kalligraphischen Zeichen über die sich die Hälfte unserer Bevölkerung ausdrückt", befindet Kolirin. "Es ist schon ganz bequem, die Dinge zu vergessen, an deren Vergessen H&M oder Levy’s und andere kontinuierlich arbeiten. Nach einer Weile haben wir uns selbst vergessen.

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Yula (Rinat Matatov) mit Papi (Shlomi Avraham) und Khaled (Saleh Bakri)
Yula (Rinat Matatov) mit Papi (Shlomi Avraham) und Khaled (Saleh Bakri)

  Stab und Besetzung

In Dinas Gegenwart verstehen sich Tewfiq und Khaled besser
In Dinas Gegenwart verstehen sich Tewfiq und Khaled besser
"Die Band von nebenan" im Internet:

IMDb (englisch)

Regie:
Eran Kolirin

Buch:
Eran Kolirin

Kamera:
Shai Goldman

Schnitt:
Arik Leibovitch

Produktion:
Ehud Bleiberg, Koby Gal-Raday, Guy Jacoel, Yossi Uzrad

Musik:
Habib Shadah

Kostueme:
Doron Ashkenazy

Darsteller:
Sasson Gabai, Ronit Elkabetz, Khalifa Natour, Saleh Bakri, Shlomi Avraham, Rubi Moscovich, Uri Gavriel, Imad Jabarin, Ahuva Keren, François Khell, Hisham Khoury, Tarak Kopty, Rinat Matatov, Hilla Sarjon, Eyad Sheety

Zeitgleich mit dem Film "Die Band von nebenan" in der Regie von Eran Kolirin liefen am 31.01.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Underdog - Unbesiegt weil er fliegt
Komödie, USA, 2007


Streets of Rio
Drama, Brasilien, Deutschland, 2005


Mondkalb
Drama, Deutschland, 2008


In die Wildnis
Abenteuer-Drama, USA, 2007


Cloverfield
Actionthriller, USA, 2008


Asterix bei den Olympischen Spielen
Abenteuerkomödie, Spanien, Frankreich, 2007

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