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Die Zweigeteilte Frau

Frankreich, 2007
Thriller, 110 Minuten, FSK: 16

Originaltitel:
La fille coupée en deux

Kino-Start:
10.01.2008

Regie:
Claude Chabrol, Cécile Maistre

Darsteller:
Ludivine Sagnier (Gabrielle Aurore Deneige), Benoît Magimel (Paul André Claude Gaudens), François Berléand (Charles Saint-Denis), Mathilda May (Capucine Jamet), Caroline Sihol (Geneviève Gaudens), Marie Bunel (Marie Deneige), Valeria Cavalli (Dona Saint-Denis), Etienne Chicot (Denis Deneige), Thomas Chabrol (Maître Stéphane Lorbach), Jean-Marie Winling (Gérard Briançon), Didier Bénureau (Philippe Le Riou)
Die Zweigeteilte Frau
TrailerPlakat
Claude Chabrol, der Altmeister des französischen Kinos, siedelt die Geschichte seines Kriminaldramas "Die zweigeteilte Frau" wieder in der Welt der Reichen und Schönen an. Der Film über eine fatale Dreiecksbeziehung lief beim Filmfestival Venedig 2007 außer Konkurrenz und erhielt den Preis Bastone Bianco der Filmkritik.

Auf Wunsch seiner Agentin und Freundin Capucine Jamet (Mathilda May) begibt sich der Bestseller-Autor Charles Saint-Denis (Francois Berléand) für sein neuestes Werk von seinem luxuriösen ländlichen Anwesen aus auf Promotion-Tour durch Frankreich. Auch in Lyon macht er dabei Station, und auch hier stehen Interviews, Empfänge und Signierstunden auf dem Programm.

Beim örtlichen Fernsehsender fällt ihm eine junge Dame auf, die dort das Wetter ansagt, und der er wenig später beim Signieren in einem Buchladen begegnet. Der Schrifsteller, der sich einen Ruf als galanter Frauenheld erworben hat, ist von der hübschen Gabrielle Deneige (Ludivine Sagnier), vielleicht halb so alt wie er, überaus angetan.

Doch im selben Buchgeschäft lernt sie auch Paul Gaudens (Benoît Magimel) kennen, den Erben eines verstorbenen Millionärs. Fortan buhlen beide Männer um die attraktive Frau, und Gabrielle nimmt zunächst Charles´ Einladung zu einer Auktion dankend an. Die souveräne Art, mit der er dort eine kostbare Erstausgabe ersteigert, imponiert ihr, beim anschließenden Tête-à-tête in seiner Wohnung verfällt sie ihm endgültig.

Zwar findet sie bei dem erfahrenen Mann sexuelle Erfüllung, er hingegen betrachtet sie nur als eine neue Affäre und ist nicht bereit, für sie seine ansonsten glückliche Ehe mit Dona (Valeria Cavalli) aufzugeben. Paul wiederum wirbt mit viel Kreativität um die junge Dame, doch mehr als Sympathie und eine Verabredung erreicht er nicht.

Als Gabrielle endgültig klar wird, dass Charles nicht bereit ist, seine Frau ihretwegen zu verlassen, und ohne sie auf Geschäftsreise geht, verfällt sie in eine tiefe Depression. Nun sieht Paul seine Chance gekommen, lädt sie zu ihrer Traumreise nach Lissabon ein und schafft es nach einigem Widerstand schließlich, dass sie seinem Heiratsantrag stattgibt.

Doch seiner neuen Ehefrau geht Charles nicht vollends aus dem Sinn, und so entwickelt sich die Eifersucht in Paul zu einem gefährlichen Wahn. Bei einer von Pauls Mutter Geneviève (Caroline Sihol) veranstalteten Wohltätigkeitsgala treffen die beiden Rivalen aufeinander...

Film-Inhalt  

Gabrielle Aurore Deneige (Ludivine Sagnier) zwischen zwei Männern
Gabrielle Aurore Deneige (Ludivine Sagnier) zwischen zwei Männern

  Hintergrund

Paul Gaudens (Benoit Magimel) kämpft um seine Liebe
Paul Gaudens (Benoit Magimel) kämpft um seine Liebe

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich zum Anfang des 20. Jahrhunderts abgespielt hat. Es handelt sich um den Amerikaner Stanford White, einen prominenten Architekten, Teilhaber des damals größten und einflussreichsten Architekturbüros McKim, Mead, and White. Mit seinen zahlreichen Prachtbauten, darunter Kirchen und Banken, aber auch Wohnhäuser für die High Society, wurde er berühmt. Eines seiner bedeutendsten Bauwerke war der (zweite) Madison Square Garden, der 1925 wegen seines Nachfolgers abgerissen wurde.

Dort erfüllte sich auch Whites tragisches Schicksal: Der als Herzensbrecher verrufene Architekt hatte das Model, Revuegirl und spätere Schauspielerin Evelyn Nesbit als Minderjährige verführt. Am 25. Juni 1906, bei einer Aufführung einer Revue auf dem Dach des Square Garden, während der Chor gerade "I Could Love a Million Girls" sang, ging ihr Ehemann, der Millionär Harry K. Thaw, rasend vor Eifersucht auf White zu und schoss ihm ins Gesicht.

Beim anschließenden Prozess wurde er aufgrund der Aussage seiner Gattin, der dafür eine Scheidung mit Abfindung von 1 Million Dollar versprochen war, für unzurechnungsfähig erklärt. Die beiden wurden geschieden, doch Nesbit ging leer aus. 1915 wurde er von einem zweiten Gericht für schuldfähig erachtet. Nach seinem Tod erbte Evelyn laut Testament 10.000 Dollar - einen Bruchteil von Thaws Vermögen.

Ausgangspunkt ist ein berüchtigtes Verbrechen aus Leidenschaft: Die Ermordung des Architekten des Square Garden...

Ja, es handelt sich um Stanford White, einen am Ende des 19. Jahrhunderts in Manhattan sehr angesagten Architekten, allerdings ebenfalls um einen verflixten Schürzenjäger. Er wurde auf dem Höhepunkt seines Ruhmes ermordet, im Jahr 1906, vom Ehemann seiner damaligen Mätresse, Evelyn Nesbitt, einer kleinen Schauspielerin beim Varieté.

Gab es eine literarische oder filmische Adaption vor "Die Zweigeteilte Frau"?

In seinem Roman "Ragtime" spielte E.L. Doctorow darauf an, ebenso wie Milos Forman in dem darauf basierenden Film. Aber es gab vor allem "Das Mädchen auf der roten Samtschaukel" ("The Girl in the Red Velvet Swing") von Richard Fleischer aus dem Jahr 1955, der minutiös die verschiedenen Tatsachen rekonstruiert.

Was interessierte Cécile Maistre und Sie an dieser Angelegenheit?

Wir wollten an die einzige Wahrheit der verschiedenen Tatsachen anknüpfen, um in der Art eines Insektenkundlers hervorzuheben, welch Unermessliches sie über die menschliche Natur enthüllt! Es erschien uns zudem essentiell, diese Affäre vollständig zu übertragen, ohne uns um die Örtlichkeiten zu kümmern, die Ära oder die Psychologie der wahren Personen. Ohnehin würde ich sagen, dass es leichter vorstellbar - und folglich übertragbar - heute ist, wie in der Zeit, wo es sich abgespielt hat.

Chabrol über die Vorlage  

Gabrielle ist Charles Saint-Denis (Francois Berléand) verfallen
Gabrielle ist Charles Saint-Denis (Francois Berléand) verfallen

Zur Grossansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken:

Bild-Gallerie  

Capucine Jamet (Mathilda May) ist Charles´ Freundin und Agentin
Capucine Jamet (Mathilda May) ist Charles´ Freundin und Agentin

  Stab und Besetzung

Gesittete Verabredung: Paul und Gabrielle
Gesittete Verabredung: Paul und Gabrielle
"Die Zweigeteilte Frau" im Internet:

IMDb (englisch)

Offizielle Homepage (französisch)

Regie:
Claude Chabrol, Cécile Maistre

Buch:
Claude Chabrol, Cécile Maistre

Kamera:
Eduardo Serra, Michel Thiriet

Schnitt:
Monique Fardoulis

Produktion:
Patrick Godeau, Françoise Galfré

Musik:
Matthieu Chabrol

Kostueme:
Mic Cheminal

Maske:
Maya Benamer

Darsteller:
Ludivine Sagnier, Benoît Magimel, François Berléand, Mathilda May, Caroline Sihol, Marie Bunel, Valeria Cavalli, Etienne Chicot, Thomas Chabrol, Jean-Marie Winling, Didier Bénureau, Edouard Baer, Clémence Bretécher, Charley Fouquet, Hubert Saint-Macary, Alain Bauguil, Emanuel Booz, Stéphane Debac, Pierre-François Dumeniaud, Cécile Maistre, André Asséo, Béatrice Audry, Denis Bénoliel, Antoine Bérard, Nicole Biondi, Alain Blazquez, Jeanne Brouaye, Benoît Charpentier, Mic Cheminal, Mathieu Cléchet, Françoise Gambey, Fanny Gatibelza, Pierre-Henri Gibert, Vincent Guillerminet, Véronique Kapoyan, Yannick Laurent, Gérard Moulévrier, Raphaël Neal, Henri-Edouard Osinski, Marie Oury, Laurent Paillot, Thomas Poulard, Sandra Rebocho, Valentin Traversi, Melanie Vaudaine, Daniel Zieba, Patrick Zimmermann

Zeitgleich mit dem Film "Die Zweigeteilte Frau" in der Regie von Claude Chabrol, Cécile Maistre liefen am 10.01.2008 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Spuren eines Lebens
Drama, USA, 2007


I Am Legend
Action, USA, 2007


Herr Figo und das Geheimnis der Perlenfabrik
Kinderabenteuer, Argentinien, 2006


Control
Biographie, England, 2007


Blindsight
Dokumentation, USA, 2006


Berlin am Meer
Romantik-Drama, Deutschland, 2008

Ebenfalls im Kino  



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